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Wein-ABC

  • Abbeeren

    Das maschinelle Abzupfen der Beeren von den Stielen vor dem Keltern.

  • Abfüllung

    Ein Abfüller ist in der Regel kein Erzeuger. Ist der Abfüller auch Erzeuger, darf er Zugekauftes nicht unter seinem Erzeugernamen vermarkten.

  • Abgang

    Der Geschmackseindruck, den unser Wein beim Schlucken hinterlässt.

  • Absetzen

    Die schonende Klärung von Most und Wein durch das natürliche Absinken der vorhandenen Feststoffe.

  • Abstich

    Das vorsichtige Umfüllen des Weins, um ihn vom unerwünschten Bodensatz zu befreien.

  • Adstringierend

    Ein pelziges Gefühl auf der Zunge, das meist durch hohen Tanningehalt verursacht wird.

  • Agraffe (franz. agrafe = Klammer)

    Die Klassische Drahtkonstruktion zur Befestigung des Champagner- oder Sektkorken an der Flasche.

  • Alkohol

    Gärungsprodukt des im Most enthaltenden Zuckers ist ÄthylAlkohol.

  • Altern

    Die Reifeentwicklung des Weines ist von Faktoren wie Boden, Rebsorte und Lagerung abhängig. Ein guter Wein durchläuft immer die Stadien der jugendlichen Frische, der idealen Reife und der späten Altersreife (Firne).

  • Amtliche Prüfnummer (A.P.-Nummer)

    Die Kontrollnummer der amtlichen Prüfung für deutsche Qualitätsweine.

  • Anbaugebiete

    Qualitätsweine kommen aus bestimmten Anbaugebieten (b.A.). Boden, Untergrund, Klima und Lage sorgen für die typische Qualität.

  • Anreichern (Aufbessern)

    Das zugeben von Zucker vor der Gärung, um den erwarteten Alkoholgehalt zu erhöhen.

  • Ar

    Flächenmaß – 1 Ar = 100 qm.

  • Aufspritten

    Beim Aufspritten wird dem Most Alkohol zugefügt um die Gärung zu stoppen und/oder den Alkoholgehalt zu steigern wie z.B. bei Portwein, Sherry, Dessertweinen.

  • Ausbau

    Nach der Lese kann der Winzer einen Wein durch unterschiedliche Länge der Reife, der Lagerung in Edelstahltanks oder Holzfässern, trocken oder lieblich, säurebetont oder beerig usw. ausbauen.

  • Auslese

    Ein Qualitätswein mit Prädikat, der ausschließlich aus überreifen Trauben gekeltert wird.

  • Auszeichnung

    Man unterschiedet Gütezeichen und Prämierungen:
    Zu den Gütezeichen gehören: Das Deutsche Weinsiegel, das Deutsche Güteband Wein, das Badische Gütezeichen, das Frankische Gütezeichen. Diese gibt es nur bei Weinen. Prämierungen gibt es in jedem Anbaugebiet, dazu kommen die Gebiets- bzw. Landes-Prämierungen und die Bundesprämierung der DLG. Diese Prämierungen gibt es für Wein und Sekt.

  • b.A.

    Das bestimmte Anbaugebiet (insgesamt gibt es 13), das ein deutsches Etikett ab Qualitätswein-Niveau nennen muß.

  • Bacchus

    Eine deutsche Weißweinneuzüchtung aus den 1930ern, benannt nach der römischen Gottheit. Ertragreich, mit manchmal vordergründigem Muskatton, fruchtig und harmonisch.

  • Baden

    Das drittgrößte Anbaugebiet Deutschlands mit einer Rebfläche über 15.800 Hektar. Rund 85% der gesamten Ernte wird von Winzergenossenschaften verarbeitet. In Südbaden findet man sehr gute Rotweine. Neben Gutedel kommen alle Burgunderarten vor: Aber auch Rieslinge, Müller-Thurgau-Weine (Rivaner) sowie Spätburgunder Weißherbste gelten als badische Spezialitäten. Badische Weine sind sehr gehaltvoll, und passen natürlich sehr gut zur hervorragenden badischen Küche.

  • Badisch Rotgold

    Ein populärer Rotling aus Baden. Qualitätswein aus den Trauben von Spätburgunder (rot) und Grauburgunder (weiß), die vor der Gärung gemischt werden.

  • Barrique

    Eichenholzfaß mit 225 Litern Inhalt, das traditionell in Frankreich und Spanien zum Reifen hochwertiger Weine benutzt wird. Inzwischen weltweit im Einsatz. Das Eichenholz gibt Aromastoffe (z.B. Vanillin) an den Wein ab, macht ihn so aromatischer. Ein gutes Barrique kostet bis zu 500 EUR.

  • Beerenauslese

    Mit dem Prädikat Beerenauslese bezeichnet man natursüße Qualitätsweine aus überreifen, edelfaulen Beeren, die traditionell einzeln mit der Schere aus den Trauben geschnitten werden.

  • Berg Roseneck - Rüdesheim

    Eingebettet zwischen den Lagen Berg Schlossberg und Drachenstein liegt der Rüdesheimer Berg Roseneck, der seinen von den Wildrosenhecken bekommen hat, die hier vielfach auf den Felsvorsprüngen anzutreffen sind. Über seine komplette Größe ist der Berg Roseneck, mit einer Steigung von 33 % nach Süden ausgerichtet, die Lage gliedert sich aber in einen östlichen und einen westlichen Teil. Im westlichen Bereich befindet sich ein schluchtenartiger Einschnitt mit den steilsten Weinbergen. Der Boden hier ist an den meisten Stellen mittel-tiefgründig mit extrem steinigen Abschnitten. Weiter in östlicher Richtung läuft der Bereich eher flach aus und wird im Osten durch einen Felsvorsprung begrenzt. Hier findet man tiefgründige Lößlehmböden.

  • Berg Schlossberg - Rüdesheim

    Die steilste Weinbergslage im Rheingau ist der Rüdesheimer Berg Schlossberg ist mit 70 % Steigung. Der Ehrenfelser Schlossruine verdankt diese Lage ihren Namen. Sie genießt eine intensive Sonneneinstrahlung, wobei Schiefer und Taunusquarzit tagsüber die Wärme speichern, die sie nachts an die Reben wieder abgeben.

  • Besenwirtschaft

    Als Besenwirtschaft bezeichnet man die traditionelle Straußenwirtschaft in Baden und Württemberg.

  • Biologischer Säureabbau

    Die sogenannte malolaktische Gärung ist eine Milchsäuregärung, die bei der Weinbereitung eine Rolle spielt. Milchsäurebakterien wandeln die Apfelsäure in den Trauben in Milchsäure um. Sie kann spontan nach der alkoholischen Gärung auftreten (häufig bei Rotweinen), oder sie wird vom Kellermeister gesteuert herbeigeführt. Der biologische Säureabbau führt zu milderen Weinen - ein Effekt, der sich qualitätssteigernd auswirkt, der aber auch Risiken birgt. Säurearme Weine sind weniger haltbar, weniger spritzig und wirken nicht so frisch.

  • Bischofsberg - Rüdesheim

    Die Lage ist die westlichste Rheingauer Lage mit Sedimentböden und wurde dank Erzbischof Siegfried von Mainz im Jahre 1074 urbar gemacht. Er verfügte, diesen Teiles des Rüdesheimer „Oberfeldes“ gegen eine geringe jährliche Naturalabgabe, die deutlich unter dem üblichen Zehnten des Ertrages lag, den Rüdesheimer „Untertanen“ zum Anbau von Weinbergen zu überlassen. Die Fläche wurde mit Grenzsteinen parzelliert und zum Andenken an diese mittelalterliche, steuerliche Investitionsförderung trägt die Lage noch heute den Namen Bischofsberg. Hier bricht der Rhein eine Schneise durch das rheinische Mittelgebirge und lässt an seinen Flanken in Rüdesheim die Urgesteinsböden zurück. Die so genannten Wisperwinde ziehen am Morgen über den Bischofsberg in Ost-West-Richtung und bedingen, dass hier der Dunst der Morgenstunden, nicht wie im Rest des Rheingaus, stehen bleibt. Dadurch haben die Reben eine nicht so hohe Feuchte und trocknen schneller ab. Außerdem verfügen die tiefgründigen Böden über eine gute Wasserhaltefähigkeit. Von Norden sind die Reben zudem durch den Niederwald vor kalten Winden geschützt.

  • Blanc de Blancs

    Bezeichnung für Weiß- und Schaumweine, die nur aus weißen Trauben gekeltert werden.

  • Blanc de Noirs

    Bezeichnung für Weiß- und Schaumweine, die nur aus roten Trauben gekeltert werden.

  • Bocksbeutel

    Bauchig flacher Flaschentyp, der Weinen aus Franken, Teilen Badens und Portugal vorbehalten ist. Weitere Flaschentypen: Bordeaux-, Burgunder- und die Schlegelflasche sowie die Rheingauer Flöte.

  • Bodensatz

    Ablagerungen von Feststoffen wie z.B. Tannine und Farbstoffe sowie Weinstein am Boden. Diese können durch Dekantieren desWeines getrennt werden.

  • Botrytis

    Botrytis cinerea ist die Edelfäule, die den Trauben das Wasser entzieht und somit die Geschmacksstoffe in den Beeren konzentriert. Sie ist die Grundvoraussetzung für Beeren- und Trockenbeerenauslese.

  • Brix

    Das Maß in englischsprachigen Ländern für den Zuckergehalt der Trauben. 80 Oechsle =9,3 Brix.

  • Brut

    Die Bezeichnung für Trockene Schaumweine mit weniger als 15g/l Restzucker.

  • Bukett

    Das Duftspektrum eines Weines, auch Blume oder Nase genannt.

  • Cabernet-Sauvignon

    Eine bedeutende Rebsorte für Rotweine. Bordeauxweine enthalten z.B. immer auch Cabernet-Sauvignon.

  • Chambrieren

    Den Wein auf Trinktemperatur (d.h. Zimmertemperatur bei Rotweinen) bringen.
    (französisch: chambre = Zimmer)

  • Champagner

    Schaumwein, der ausschließlich in der Champagne nördlich von Paris produziert wird. Für die Champagnerherstellung dürfen nur die beiden roten Sorten Pinot Noir (Spätburgunder) und Pinot Meunier (Müller-Rebe) sowie die weiße Chardonnay- Traube verwendet werden. In der Regel ist ein Verschnitt von verschiedenen Jahrgangsweinen üblich, um einen gleichbleibenden Geschmack und eine gleichbleibende Qualität zu gewährleisten.

  • Champagnermethode

    Die verwendeten Weine werden nach normaler Gärung verschnitten. Nur drei Sorten dürfen verwendet werden. Sie werden mit Altweinen, Zucker und Hefe angereichet, in Flaschen gefüllt und müssen druckdicht mindestens 1 Jahr, meist jedoch 3 Jahre oder mehr, gelagert werden. Durch die Entstehung der Kohlensäure während der 2. Gärung wird ein Druck von 5-6 bar aufgebaut. Dieser darf nicht entweichen. Gelegentliches Rütteln der Flaschen bringt die Feststoffe zum Korken. Durch blitzgefrieren des Flaschenhalses kann der am Verschluss haftenden Niederschlag entfernt werden, ohne dass der Druck entweicht. Dann wird ein neuer Korken eingesetzt. Siehe auch Flaschengärung.

  • Chardonnay

    Der Chardonnay ist eine Weißweinsorte, die zur Burgunderfamilie gehört. Er wird in wärmeren Gebieten angebaut. Charakteristisch ist sein Walnussaroma.

  • Chasselas

    Siehe Gutedel.

  • Château

    Dieser Begriff definiert ein Weingut mit einem festen Gebäude. Das kann, muß aber kein Schloß sein. Für den Wein ist das ohne Bedeutung. Entscheidend ist die Qualität im Keller und im Weinberg.

  • Classic-Wein

    Die seit 2000 in Deutschland eingeführte Qualitäts-Bezeichnung für Weine von gehobener Qualität aus gebietstypischen Rebsorten. Der Begriff "Classic" ist EU-weit geschützt. Pro Anbaugebiet sind zwischen zwei und neun Rebsorten als „Classic-Wein“ zugelassen.

  • Cuvée

    Im deutschsprachigen Raum ist die Cuvée ein Synonym für Verschnitt. Gemeint ist entweder das gemeinsame Keltern oder auch das Vergären von verschiedenen Rebsorten in einem Gärbehälter zur Herstellung von Wein oder Schaumwein, oder das spätere Verschneiden von Weinpartien unterschiedlicher Rebsorten oder Lagen.

  • Deckrotwein

    Ein Farbstarker Rotwein für die Zusetzung bei farbschwachen Weinen.

  • Degorgieren

    Das Entfernen der Hefe aus dem Wein bei der Sektherstellung.

  • Degustation

    Weinprobe, Weinverkostung.

  • Dekantieren

    Gemeint ist das Umfüllen des Weines in eine Karaffe. Dient bei reifen Rotweinen zum Trennen des Depots von der Flüssigkeit. Junge, lagerfähige Rot- und Weißweine gewinnen an Aroma, wenn sie etwa eine Stunde vor Genuß derart "belüftet" werden.

  • Depot

    Die Ablagerung von Gerb- und Farbstoffen in älteren Weinen. (siehe auch Bodensatz.)

  • Dessertweine

    Sehr süße und körpervolle Weine.

  • Deutsches Güteband Wein

    Dieses Gütezeichen, steht für eine vorbildliche Weinerzeugung, wobei der gesamte Erzeugungsweg transparent und rückverfolgbar sein muss. Abschließend muss der Wein bei der sensorischen Endprüfung die hohen Anforderungen der DLG-Weinexperten erfüllen.

  • Deutsches Weinsiegel

    Dies ist ein nationales Gütezeichen der DLG, das an Qualitätsweine deutscher Anbaugebiete vergeben wird. Mit dem Deutschen Weinsiegel werden Weine ausgezeichnet, die deutlich besser sind, als es bei der amtlichen Prüfung (A.P.-Nr.) verlangt wird.

  • Digestif

    Ein alkoholisches Getränk zum Genuss nach einer Mahlzeit.

  • Domina

    Eine Kreuzung aus Portugieser und Spätburgunder,die besonders in Franken und an der Ahr verbreitet ist. Die Kreuzung erfolgte durch Peter Morio, der auch den nach ihm benannten Morio-Muskat züchtete. Domina-Weine sind dunkelrot und meist gerbsäurebetont.

  • Domäne

    Das sind Weingüter, die in Deutschland dem Staat gehören.

  • Dornfelder

    Eine Rotwein-Rebsorte in Deutschland, die seine Ursprünge in Weinsberg/Württemberg hat. Der Dornfelder ist eine Kreuzung aus Helfensteiner (Frühburgunder/Trollinger) und der Heroldrebe (Portugieser/Lemberger).

  • Durchgegoren

    Der gesamte Zucker wurde in Alkohol umgewandelt, vgl. ist kein Restzucker mehr enthalten.

  • Edelfäule

    siehe Botrytis.

  • Edelsüß

    Ein Wein mit natürlicher Süße aus vollreifen Trauben.

  • Eiswein

    Der Eiswein wird bei Frost gelesen und gekeltert und muß dabei mindestens den Mostgewichtsanforderungen einer Beerenauslese genügen.

  • Elbling

    Eine wichtige Rebsorte der Obermosel, die häufig als Grundwein für die Versektung verwendet wird.

  • Entrappen

    Das Entfernen der Traubenstiele von den Beeren.

  • Entsäuern

    Zur Entsäuerung eines Weines sind drei Methoden gebräuchlich: 1. Biologischer Säureabbau duch Milchsäuregärung, 2. Bindung durch kohlensauren Kalk, 3. Verschnitt mit säureärmeren Wein.

  • Erstes Gewächs

    Eine besondere Qualitätsklassifizierung im Rheingau. Dabei müssen sehr strenge Auflagen erfüllt werden. Der Wein darf erst nach 12- monatiger Lagerung auf den Markt.

  • Ertrag

    Die Erntemenge in Hektoliter pro Hektar (hl/ha).

  • Erzeugerabfüllung

    Weine aus dem eigenen Rebbestand des auf dem Etikett angegebenen Weinguts.

  • Erziehungssysteme

    Sind verschiedene Methoden zur Kultivierung von Reben. Sie beinhaltet z.B. Pflanzung, Rebschnitt und Unterstützungsart je nach Lage, sowie Besonderheiten der Gattung oder Zielsetzung des Erzeugers.

  • Extra Brut

    Das ist die Trockenste Variante des Schaumweins.

  • Extra Dry

    Englische Bezeichnung für Schaumweine mit einem Zuckergehalt zwischen 12 u. 20 Gramm je Liter.

  • Extra Trocken

    Sehr trockener Schaumwein, auch Extra Dry genannt.

  • Federweißer

    Frischer, ungefilterter Most, dessen Gärung noch nicht abgeschlossen ist.

  • Filtration

    Ein Verfahren, um Feststoffe vom Wein zu trennen.

  • Firne

    Geruchs- und Geschmackston alter Weine. Ein leichter Firnton gehört zum Charakter eines alten Weines und ist durchaus gewünscht.

  • Flaschengärung

    Die 2. Gärung bei der Schaumweinherstellung findet in der Flasche statt.
    (Siehe auch Champagnermethode)

  • Franken

    Das Anbaugebiet Franken liegt am Nordrand Bayerns. Hier wachsen vor allem frühreifende Sorten, wie Müller Thurgau oder Silvaner. Das kontinentale Klima und die mineralischen Böden machen den besonderen Geschmack der Weine aus. Der typische Frankenwein ist herzhaft erdig, sehr körperreich und wird meist trocken ausgebaut. Abgefüllt wird er in die dafür typische Bocksbeutelflasche.

  • Färbertrauben

    Eine Gruppe von roten Rebsorten, deren Farbpigmente nicht nur in der Traubenhaut, sondern auch im Fruchtfleisch stecken. Diese können in kleinen Mengen blassen, pigmentarmen Rotweinen zugesetzt werden, um mehr Farbintensität zu erzielen. Der Dornfelder z.B. wurde ursprünglich zu diesem Zweck gezüchtet.

  • Gewürztraminer

    Eine Aromenreiche Weißweinsorte mit rötlich gefärbten Beeren.

  • Grand Cru

    Eine Beschreibung für eine Weinberglage mit höchster Qualitätsstufe im Burgund und Elsaß. Wörtlich übersetzt: "Großes Gewächs“.

  • Grauburgunder

    Ein Ursprünglich aus Frankreich stammender Abkömmling des "Pinot noir" mit grau-rot getönten Beeren. Auch "Ruländer" (nach Johann Seger Ruland) genannt. In Italien wird er "Pinot grigio" und in Frankreich "Pinot gris" genannt.

  • Gutedel

    Der Gutedel (auch Chasselas genannt) ist eine der ältesten Rebsorten überhaupt und war schon vor 5000 Jahren in Ägypten bekannt. Die Trauben haben einen geringen Säure- und Zuckergehalt und brauchen warme Lagen. In Deutschland wird er fast ausschließlich im badischen Markgräflerland angebaut.

  • Güteband Wein

    siehe Deutsches Güteband Wein.

  • Gütezeichen

    Mit den Gütezeichen „Deutsches Weinsiegel“, „Badisches Gütezeichen“ und „Frankisches Gütezeichen“ werden Weine wie bei einer Prämierung ausgezeichnet.

  • Gärung

    Gärung nennt man den Vorgang, bei dem Most zu Wein wird: Dabei wird der Zucker mit Hilfe von Hefe in Alkohol (Äthylalkohol) und Kohlendioxid umgewandelt.

  • Halbtrocken

    Ein halbtrockener Wein darf bis zu 18 Gramm unvergorenen Zucker je Liter enthalten.

  • Hasensprung - Oestrich-Winkel

    Die Lage Winkeler Hasensprung befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft von Schloss Johannisberg. Der Lagennamen ist abgeleitet aus der Tierwelt, denn der Hase gilt als Fruchtbarkeitssymbol und durch das häufige Vorkommen in den Feldern gab der Hase diesem Weinberg seinen Namen. In Winkel erzählt man sich aber auch, dass die Felder in dieser Lage nur so groß waren, dass ein Hase darüber springen konnte. Der Winkeler Hasensprung ist nach Südosten ausgerichtet mit Böden in denen tiefgründige Löße dominieren, aber auch flachgründige Kies und Lößlehmböden zu finden sind.

  • Heckerwirtschaft

    Gemeint sind Strausswirtschaft, in der die Winzer für eine kurze Zeitspanne im eigenen Gut eine Wirtschaft eröffnen und eigenen Wein zu Speisen aus der Gutsküche anbieten. Gekennzeichnet ist dieser beschränkte Ausschank mit einem „Strauss“, einem Heckenkranz oder einem Besen (Besenwirtschaft), die man die Tür gehängt werden.

  • Hefe

    Die Hefe besteht aus Mikroorganismen, die den Traubensaft zum gären bringen und kommen in natürlicher Form vor, werden aber auch häufig in Form von „Reinzuchthefen" der Maische und dem Most zugefügt.

  • Hektar

    Das Flächenmaß entspricht 10 000 Quadratmeter, die Abkürzung ist ha.

  • Hektoliter

    Die Maßeinheit für Volumen entspricht 100 Liter, die Abkürzung ist hl.

  • Hessische Bergstraße

    Das Anbaugebiet ist mit etwa 460 Hektar Rebfläche nach Sachsen das Zweitkleinste Deutschlands. Vor allem weißen Sorten wie Riesling werden hier angebaut, aber auch Müller-Thurgau, Silvaner und Grauburgunder sind anzutreffen. Die Weine von der Bergstraße werden fast ausnahmslos im Erzeugergebiet angeboten, man findet sie selten im Handel. Sie sind bekannt für ein breites Geschmacksspektrum, was nicht zuletzt durch die Vielfalt der Böden zu erklären ist.

  • Holzspäne

    Durch die Lagerung eines hochwertigen Weines in einem Eichenholzfaß verstärkt ein erwünschter Holzton die Geschmacksvielfalt der Weine (siehe auch Barrique). Diese Effekt kann man aber auch schneller und billiger durch Einrühren von Holzspänen erreichen, die Qualität ist dann aber geringer.

  • Hölle - Johannisberg

    Oberhalb der Gemeinde Johannisberg liegt der nach Süd bis Südwest ausgerichtete Hang, der bereits vor 1180 als "helda in monti sanctis Johannis", wobei helda für Halde stand, erwähnt wurde. Die „Hölle“ liegt auf 150 m über NN und hat eine Steigung von 8 bis 30%. Über dem Taunusquarzit findet man in der Bodenstruktur hier mittel- bis tiefgründige Löße und Lößlehm.

  • Integrierter Weinbau

    Bei dieser Weinbaumethode wird weitmöglichst auf chemische Schädlingsbekämpfung und auf übermäßige Düngung verzichtet wird.

  • Jahrgang

    Kennzeichnet das Jahr, in dem die Trauben des Weins gewachsen sind.

  • Jahrgangssekt

    Ein Qualitätsschaumwein b.A., der mindestens aus 85 Prozent Trauben eines Jahrgangs gekeltert wurde. Der Jahrgang muß deutlich etikettiert sein. Meist sind solche Besonderheiten sortenrein und haben hohe Qualität.

  • Jesuitengarten - Oestrich-Winkel

    Der Winkeler Jesuitengarten besteht aus 26 Hektar Rebfläche, die in direkter Rheinnähe zwischen Winkel und Geisenheim liegen. Die nach Süd-Südwest ausgerichteten Weinberge sind leicht geneigt, wodurch ein Mikroklima entsteht, dass einen frühen Austrieb, frühe Blüte und Reife begünstigt. 1606 übergab der Mainzer Erzbischof die Kapelle St. Bartholomae, mit den dazugehörigen Weinbergen an das Jesuitenkolleg in Mainz, in dessen Besitz die Weinberge bis 1773 blieben. Daher der Namens Jesuitengarten. Hier findet man leicht erwärmbare Aueböden des ehemaligen Rheinufers, die aus sandigem Lehm mit Kies und Sandeinlagerungen bestehen. Dank dieser Böden gehört der Jesuitengarten zu den wärmsten Weinbergslagen im Rheingau.

  • Jungfernwein

    So wird der erste Jahrgang eines neu angelegten Weinberges genannt. Sind Reben neue gepflanzt worden, kann man die Trauben für den Jungfernwein in der Regel nach drei Jahren erstmals ernten.

  • Kabinett

    Mit diesem Prädikat beginnen die Qualitätsstufen von Qualitätsweinen in Deutschland. Ein Kabinettwein hat eine höhere Oechsle-Anforderung als Q.b.A. leichter Wein.

  • Kellereiabfüllung

    Weine, die nicht aus dem eigenen Rebbestand des auf dem Etikett angegebenen Herstellers, in diesem Fall also des Abfüllers, kommen.

  • Keltern

    Pressen der Trauben zu Most.

  • Kerner

    Benannt nach dem Dichter Justinus Kerner (1786-1862) gehört diese Rebensorte zur Familie der Riesling-Trauben. Die früh reifende Weißweinneuzüchtung ist eine Kreuzung aus Trollinger und Riesling und ertragreich bei hohem Mostgewicht.

  • Klaus - Johannisberg

    Die Weinberge des Klaus liegen am Fuße des Johannisberg und umschließen das ehemalige Benediktinerinnen Kloster St. Georgsklause. Zum ersten Mal wurde die Lage im Jahre 1248 genannt. Der Johannisberger Klaus ist nach Süden exponiert, hat eine leichte Steigung und umfasst nur 2 Hektar, seine geschützte Lage und die sehr warmen Böden lassen die Trauben gut gedeihen. Denn über den Rheinterrassen findet man tiefgründige, kalkhaltige Löße, örtlich auch mit kiesigen Abschnitten.

  • Klima

    Langerfristiger Witterungsverlauf einer größeren geographischen Lage.

  • Klosterlay - Rüdesheim

    Um das von St. Hildegard einst gegründete und 1824 säkularisierte Benediktinerinnenkloster oberhalb von Rüdesheim ist der Klosterlay zu finden. Der Begriff Lay steht für Fels und war nicht nur im Weinbau bekannt. Man benutzte diese Art des Schieferfels auch zum Dachdecken. Die Böden im Klosterlay bestehen überwiegend aus tiefgründigen, kalkhaltigen Lößböden. An einigen Stellen lassen sich Inseln aus mittel-tiefgründigem Taunusquarzit finden. Die Flächen befinden sich auf der zweiten Ebene des Mainzer Beckens, das durch eine natürliche Faltung des Gebirges entstanden ist. Durch die Ortsnähe kann man von einem sehr gut geschützten und ausgeglichenen Kleinklima sprechen. Die Abstrahlwärme der Ortslage unterstützt dieses zusätzlich.

  • Kläuserweg - Geisenheim

    Der westlich des bekannten Johannisberger Schlossberges gelegene Weinberg in einer lang gestreckten reinen Südlage verfügt über tiefgründigem Lößlehm und Mergelböden. Durch den Taunus sind die Reben vor kalten Nordwinden geschützt. Die Lage wurde bereits 1292 als „Via Clusen“ und Anfang des 14. Jahrhundert als „Cluserweg“ erwähnt. Die Klause am Fuße von Schloss Johannisberg, war ein kleines Benediktinerinnenstift, das 1452, wie ein Gerücht sagt, wegen Unsittlichkeit der Damen, wieder aufgehoben wurde. Heute ist das Hofgut mit Renaissancebau und spätgotischer Kapelle leider sehr verwahrlost.

  • Korken

    Der klassische, elastische, je nach Beschaffenheit minimal atmungsaktive Verschluß für Weinflaschen stammt aus der Rinde der mediterranen Korkeiche. Als Flaschenverschluss löste er, entdeckt von dem kellerkundigen Mönch Dom Pérignom (1638-1715), die bisdahin üblichen gewachsten Tücher und Wergstopfen ab.

  • Kreuzung

    Ein Verfahren zur Züchtung neuer Rebsorten, bei der aus mehreren bewährten Rebsorten neue gezüchtet worden.

  • Langenberg - Martinsthal

    Im Steilhang auf dem von Südwest nach Süd ausgerichteten Martinsthaler Berg liegt über dem Ort Martinsthal der Langenberg. Seine Böden sind im Westen Schieferverwitterungsböden und werden in östlicher Richtung zunehmend durch einen steigenden Lößanteil geprägt. Für einen Steilhang mit 40 bis 60% Steigung findet man hier ungewöhnlich tiefgründige Böden mit guter Wasserhaltekraft. Die besten Qualitäten wachsen in der Hangmitte.

  • Leicht

    Bezeichnung für Wein mit niedrigem Alkoholgehalt.

  • Lemberger

    Spätreifende rote Rebsorte, die häufig in Baden-Württemberg zu finden ist. In Österreich wird der Lemberger schon sehr lange als „Blaufränkisch" angebaut. Er hat eine kräftige Farbe und eine deutliche Tanninnote, ist aber dennoch fruchtig, oft mit einer Kirschnote.

  • Lenchen - Oestrich-Winkel

    Der Namen „Lenchen“ für die Oestricher Weinbergslage könnte von einer zum Pfingstbach geneigten Berglehne ableiten, die an die Originallage des Lenchens grenzte. Oder von dem Oestricher Dialektwort für ein kleines Lehen, also ein „Lehenschen“, woraus sich die heutige Schreibweise Lenchen entwickelt haben könnte. Die Flächen des Lenchens werden in verschiedene Filetstücke nach den früheren Kleinlagen Eiserberg, Eiserweg, Hölle, Pfaffenpfad und Rosengarten unterteilt. Die Böden des Lenchen sind meist tiefgründige, kiesige Löße, die auch in tiefgründige Lößlehme und schwere, tertiäre Mergelböden wechseln. Die Originallage Lenchen befindet sich an der nördlichen Ortsgrenze und ist geprägt von einem tiefgründigem Lößlehmboden, der mit vielen Wasseradern durchzogen ist. Diese gute Wasserversorgung gewährleistet auch in trockenen Jahren ein optimales Wachstum der Rieslingreben. Der nach Südwesten geneigte Eiserberg war in der königlich-preußischen Gütekarte des Jahres 1867 unter der höchsten Qualitätskategorie der Lagen im Rheingau zu finden. In dieser Lage wurde nachweislich im Jahre 1920 eine Trockenbeerenauslese mit sagenhaften 303° Oechsle geerntet. Ein weiterer Teil des heutigen Lenchens liegt, südlich vom Rest der Lage, im Oestricher Rosengarten in unmittelbarer Nähe zum Rhein. Die Bodenstruktur besteht hier aus tertiärem Mergelboden, gemischt mit Lößlehm. Teile des Rosengartens sind von Mauern umgeben, die das Kleinklima beeinflussen. Tagsüber speichern die Mauern die Wärme, die sie in der Nacht wieder gleichmäßig abgeben.

  • Liebfrauenmilch

    Lieblicher deutscher Wein, der zu 70 Prozent aus Riesling und/oder Silvaner beziehungsweise Müller-Thurgau oder Kerner besteht. Liebfrauenmilch galt lange Zeit, besonders in Großbritannien, als typisch deutscher Wein und damit leider den Imageschaden vom „süßen Deutschen“ mit zu verantworten.

  • Lieblich

    Bezeichnet Wein mit süßer Geschmacksausrichtung mit über 18 Gramm Restzucker pro Liter.

  • Maische

    Ein Brei aus Traubenschalen, Kernen und Stielen. Fast alle Rotweine werden auf der, im Gärbehälter abgesunkenen, Maische vergoren.

  • Maischeerhitzung

    Um die Farbe aus den Schalen zu lösen, wird bei einigen Weinen die Maische vor der Gärung auf 70°C erhitzt. Bei hochwertigen Weinen verzichtete man allerdings auf diese Anwendung.

  • Malolaktische Gärung

    Durch die Milchsäurebakterien „Lactobakterien“ wird die in den Trauben enthaltene Apfelsäure in Milchsäure umgewandelt. Damit reduziert man den Säuregehalt des Weines.

  • Mazeration

    Aus dem Traubenfleisch und der Traubenhaut wird Farbe und Frucht herausgelöst.

  • Mindestmostgewicht

    Die Mindestmostgewichte (Grad Oechsle bei Ernte) werden auch als "natürliche Mindestalkoholgehalte bezeichnet und in %-Vol Alkohol angegeben. Sie sind der wichtigste Parameter zur Ermittlung des Reifegrades und letztlich der Qualität der Trauben bei der Ernte. Es gilt: Je höher das Mostgewicht, desto höher die Trauben-Qualität.
    Es sind gesetzlich Mindestmostgewichte für Landwein, Qualitätswein etc. festgelegt, welche mindestens erreicht sein müssen, um den resultierenden Wein in der entsprechenden Qualitätskategorie vermarkten zu können.

  • mineralisch

    Der Wein erinnert in Duft und Geschmack an Kreide, Feuerstein oder ähnliche Komponenten. Entsteht vor allem bei Weinen, die auf sehr mineralhaltigen Böden wachsen.

  • Mittelrhein

    Von Königswinter im Norden bis zum Rheingau im Süden reicht dieses Weinanbaugebiet mit einer Rebfläche von rund 530 Hektar, bei dem mit einem Anteil von 74 Prozent an der Gesamtrebfläche der Riesling die Spitzenposition unter den angebauten Rebsorten einnimmt, gefolgt von Müller-Thurgau und Kerner. Der Anbau des Weines erfolgt hauptsächlich in Steillagen am Rheinufer. So entstehen trotz der nördlichen Lage wunderbare, von rassiger Säure bestimmte Rieslingweine.

  • Morio-Muskat

    Der Morio-Muskat wurde 1928 von Peter Morio aus Silvaner und Weißburgunder gezüchtet. Der Wein hat einen leicht bis kräftigen Muskatton. Bis in die 70er-Jahre war der Morio-Muskat in Deutschland sehr beliebt. Heute wird er eher seltener angebaut. Er gilt bei Weinkennern einerseits als zu aufdringlich, anderseits als zu charakterlos.

  • Mosel-Saar-Ruwer

    Das viertgrößte Anbaugebiet Deutschlands mit über 12.000 Hektar Rebfläche ist nach den drei Flüssen benannt. An der oberen Mosel liegen die ältesten Weinberge Deutschlands, hier wächst ein ein leichter, spritziger Riesling mit ausgeprägtem Fruchtaroma und feiner Säure. In sehr guten Jahrgängen entstehen Rieslingweine in Vollendung. Die Weine der Ruwer sind sehr filigran und haben ein schönes Johannisbeeraroma.

  • Most

    nennt man den unvergorener Keltersaft aus den Weintrauben.

  • Mostgewicht

    Das Mostgewicht wird in Oechsle gemessen und verrät bereits einiges über die zu erwartende Qualität des Weins, denn es resultiert in erster Linie aus dem Zuckergehalt und daraus lässt sich der maximal mögliche Alkoholgehalt ableiten. Durch Mostkonzentration kann dem Most in kleinerem Umfang auch Wasser entziehen. Die verbleibenden Inhaltsstoffe konzentrieren sich dann und lassen höherwertige Weine zu. Allerdings ist das Verfahren sehr teuer und wird nur bei einigen Spitzenweinen in Auslesequalität eingesetzt. Unterschiedliche Mindestmostgewichte für einzelne Rebsorten und Anbaugebiete geben nur einen Mindeststandard vor. Viele Winzer setzen betriebsintern deutlich höhere Standards.

  • Mutage

    Vorgang zum Stoppen der Gärung durch die Zugabe von Alkohol oder Schwefeldioxid.

  • Müller-Thurgau

    Diese Rebsorte ist neben dem Riesling in Deutschland am häufigsten angebuate, die man vor allem in Rheinhessen, Baden, in der Pfalz, an Mosel-Saar-Ruwer, in Franken, an der Nahe, an Saale-Unstrut, in Sachsen und an der Hessischen Bergstraße findet. Nach einer neuen Genanalyse handelt es sich nicht um eine Kreuzung aus Riesling x Silvaner, sondern aus Riesling x Madeleine Royale, auch Königliche Magdalenentraube genannt. Gezüchtet wurde sie von Hermann Müller aus Thurgau, der sie 1882 entwickelt hatte und ihr Namensgeber ist. Müller-Thurgau Weine werden auch unter dem Namen Rivaner vermarktet.

  • Müllerrebe

    Die Rotweinrebe, die häufig auch Bestandteil des Champagners ist, ist auch als Schwarzriesling bekannt, aber nicht mit Riesling zu vergleichen.

  • Mäuerchen - Geisenheim

    Westlich vom Stadtkern dehnt sich diese Hanglage mit Ausrichtung nach Süd-Südosten auf 33 Hektar fast bis nach Rüdesheim aus. 1394 wird der Weinbergsname „zu Muren“ erstmals in einem Güterverzeichnis des Klosters Eberbach erwähnt. „Muren“ nannte man die mauerähnliche Steinhaufen längs der Weinberge, die jedoch zunächst gar nicht als begrenzende Mauern gedacht waren. Immer wieder wurden bei der Urbarmachung und dem späteren Pflügen und Hacken der Weinberge Steine an die Oberfläche gebracht, die die Winzern aus der Rebzeile trugen und an Wege- und Seitenrändern der Weinberge aufschichteten. Und so entstanden über Winzergenerationen hinweg kleinen Mäuerchen, die auch ohne Grenzstein die Weinberge klar begrenzten. In der Weinlage Mäuerchen besteht der tiefere Untergrund aus Taunusquarzit, der von tertiären Mergeln, Rheinterrassen und Löß überlagert wird. Diese Lagerungsverhältnisse verursachen eine größere Bodenvielgestaltigkeit, sogenannte Mischhorizonte. Allerdings dominieren mittel- und tiefgründige Löße und Lößlehme, nachgeordnet mittel- und tiefgründige Schieferböden, sowie tertiäre Mergelböden. Ein konstantes Kleinklima entsteht durch die Abstrahlwärme der Mauern mit einer sehr geringen Tag-Nachtamplitude, was auch die Erwärmbarkeit der teilweise schweren Böden gravierend verbessert.

  • Nahe

    Nach dem gleichnamigen Fluss wurde dieses Anbaugebiet mit etwa 4.400 Hektar Rebfläche benannt und ist ein Musterbeispiel für die Vielschichtigkeit der deutschen Weine. Die am häufigsten angebauten Rebsorten sind Riesling, Müller Thurgau und Silvaner. Aber auch Weiß- und Grauburgunder werden immer mehr mit Erfolg angebaut. Rotwein spielt hier eher eine untergeordnete Rolle. Geschmacklich sind die Weine sehr ausgewogen und fruchtig oftmals auch mineralisch.

  • Nase

    Geruchseindruck oder Bukett eines Weins.

  • Oechsle

    Die Oechsle-/Öchslewaage erfand der Pforzheimer Apotheker, Goldschmied und Physiker Christian Ferdinand Oechsle (1771 bis 1852). Diese Senkspindel dient zur amtlichen Bestimmung jener Grade, um die das spezifische Gewicht von Most (durchschnittlich 1,075) von dem reinen Wassers (1,0) immer nach oben abweicht, um wieviel Gramm also ein Liter Most schwerer ist als ein Liter Wasser bei 20 °C. Ein Durchschnittsmost mit dem spezifischen Gewicht von 1,175 hat demnach 175 °Öchsle. Aus dem Mostgewicht lässt sich der Zuckergehalt und der spätere Alkoholgehalt des Weines berechnen: Mostgewicht geteilt durch 10 mal 1,26 ergibt die Volumenprozente Alkohol. Durch ihre Mindestmostgewichte werden Qualitätsweine je nach Gebiet definiert. Spätlesen haben i.d.R. 80-90, Auslesen 90-120 °Öchsle, Beerenauslesen und Eisweine mind. 125, Trockenbeeren mind. 150 °Öchsle.

  • Optima

    Ertragreiche Weißweinneuzüchtung.

  • Organoleptische Prüfung

    Die sensorische Prüfung ist die Qualitätsprüfung des Weins nach Aussehen, Geruch und Geschmack.

  • Ortega

    Ertragreiche Weißweinneuzüchtung.

  • Oxidation

    Bei einer Oxidation gibt es eine chemische Reaktion eines Stoffes mit Sauerstoff. Beim oxidieren von Wein verliert er an Frische und verändert seine Farbe, der Wein altert.

  • Pappig

    Ein sehr süßer, einseitig ausgebauter Wein, der wenig Ausgleich durch Säure bietet.

  • Perlwein

    Perlender, mit Kohlensäure angereicherter Wein.

  • Pfalz

    Das zweitgrößte und zugleich ertragsstärkste deutsche Anbaugebiet ist die Pfalz mit über 23.400 Hektar Rebfläche und. Es erstreckt sich im Norden von Bockenheim über 80 Kilometer bis nach Schweigen an der Grenze zum Elsaß. Schon zur Römerzeit war Pfälzischer Wein sehr begehrt. Heute wird hier ein Viertel aller Deutschen Weine produziert. Von den kalkhaltigen Lehm und Tonböden im Bereich "Südliche Weinstraße"
    stammen frische, nachhaltige Weine. Es gibt duftige Müller-Thurgau (Rivaner), volle Silvaner und aromatische Morio-Muskat, aber auch Rieslinge, Traminer und Ruländer. Im südlichen Teil der Region sind vor allem schwere Lehmböden vorherrschend. Hier findet man häufiger Weiß- und Grauburgunder, vor allem aber auch die roten Sorten Dornfelder, Portugieser oder Spätburgunder.

  • Pfropfen

    Bezeichnung für eine Pfropfunterlage. Dabei werden Triebe von einer Pflanze auf die Wurzeln (Unterlage) einer anderen Pflanze durch verschiedene Techniken aufgepfropft. Viele Rebsorten werden so auf Wurzelstöcke anderer Sorten gepfropft, um zum Beispiel die Widerstandsfähigkeit der Unterlage zu nutzen.

  • pH-Wert

    Die Maßangabe bezeichnet den Säuregehalt von Stoffen, dabei gilt 7 als neutraler Wert wie zum Beispiel bei Wasser. Höhere Werte zeigen alkalische Basen an, niedrigere Werte sind Säuren. Je niedriger also der pH-Wert beim Wein ist, desto saurer schmeckt der Wein.

  • Physiologische Reife

    So nennt man den Zeitpunkt, zu dem alle Inhaltsstoffe der Traube voll ausgereift sind.

  • Pinot grigio/Pinot gris

    Siehe Grauburgunder.

  • Polyphenole

    Die chemische Bestandteile im Wein nennt man Polyphenole, sie sind in den Farbstoffen, Tanninen und Geschmackstoffen enthalten und haben gesundheitsfördernde Eigenschaften für den menschlichen Körper.

  • Portugieser

    Diese Rotweinsorte stammt nicht aus Portugal, wie der namen vermuten läßt und dient meist der Herstellung von Weissherbst. Man findet diese Rebe vor allem in der Pfalz und in Rheinhessen.

  • Portwein

    Ein meist süßer Dessertwein aus Portugal.

  • Prädikat

    Die Prädikatsbezeichnungen Kabinett, Spätlese, Auslese, Beerenauslese, Trockenbeerenauslese und Eiswein sind die deutsche Qualitätsstufen bei Qualitätsweinen.

  • Prämierung

    Prämierungen für Wein und Sekt, also Auszeichnungen, gibt es in jedem Anbaugebiet, dazu kommen die Gebiets- bzw. Landes-Prämierungen und die Bundesprämierung der DLG.

  • QbA

    Abkürzung für Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete, korrekt Q.b.A geschrieben. Nur wenn ein Wein zu 100 Prozent aus einem der 13 deutschen Anbaugebiete stammt, darf er sich Qualitätswein nennen.

  • Qualitätsstufe

    Seit 1971 sind die Deutschen Weine per Gesetz in Klassen und Qualitätsstufen gegliedert. Je nach Voraussetzung und Beschaffenheit der Weine, werden diese in: Tafelwein, Landwein, Qualitätswein b.A. (Q.b.A) und Qualitätswein mit Prädikat gegliedert. Die Prädikate lauten Kabinett, Spätlese, Auslese, Beerenauslese, Trockenbeerenauslese und Eisweine.

  • Qualitätswein

    Amtlich geprüfter Wein mit Herkunftsbezeichnung. Untergliedert in Qualitätsweine bestimmter Anbaugebiete (QbA) und Qualitätsweine mit Prädikat . Diese Weine sind auf dem Etikett benannt und mit einer amtlichen Prüfnummer, der A.P.-Nummer gekennzeichnet. (seihe auch Qualitätsstufe.)

  • Rappen

    Bezeichnung für Traubenstiele.

  • Rebenerziehungssysteme

    Vorrichtungen, um den Wuchs der Rebestöcke zu steuern. (Siehe auch Erziehungssysteme).

  • Reblaus

    Ein 1860 aus Amerika eingeschleppter Schädling, der zunächst die Wurzeln, dann auch die Blätter der Rebstöcke befällt und damit die gesamte Pflanze vernichtet. Die Reblaus hatte lange Zeit verheerende Auswirkungen auf den europäischen Weinbau, bis man die heimischen Sorten auf resistente Unterlagen amerikanischer Sorten pfropfte.

  • Rebschnitt

    Mit dieser Methode wird das Wachstum der Triebe beeinflußt, in dem man zum Nebentriebe zurückgeschneidet, um einen Haupttrieb zu begünstigen.

  • Reduktion

    Bei dieser chemische Reaktion wird der Sauerstoff im Gegensatz zur Oxidation entzogen. Die in luftdichten Behältern reduktiv ausgebauten Weine werden so besonders frisch und aromatisch.

  • Refraktometer

    Mit diesem optisches Präzisionsmessgerät kann man den der Zuckergehalt von Traubenbeeren durch die Brechung von Licht messen. Der Blick durch das Gerät zeigt den Zuckergehalt in Grad Oechsle (°Oe) an.

  • Regent

    Die seit 1996 freigegebene Rotweinrebsorte ist sehr resistent gegen Pilzbefall und liefert dunkelrote, gehaltvolle, samtig weiche Weine. Regent ist eine Kreuzung aus der weißen Sorte Diana (Silvaner x Müller-Thurgau) und der roten Sorte Chambourcin. Namensgeber ist der berühmte 140,5 Karat-Diamant aus Indien, den Ludwigs XV seiner Krone, später Marie-Antoinette als Schmuckstück und Napoleon als Degenknauf trugen.

  • Reinzuchthefen

    Gezüchtete Mikroorganismen, die den Traubensaft ohne Sauerstoff (anaerob) zum Gären bringen. Ihr Stoffwechsel verwandelt Zucker in Alkohol, Kohlendioxid, Aromen und Vitamine. Für die Weinerzeugung wurde die in der Natur vorkommenden verschiedene Arten durch Selektion und Weiterzucht zu Reinzuchthefen optimiert, die gegenüber den natürlich vorkommenden Hefen berechenbarer sind.

  • Restzucker oder Restsüße

    Der Gehalt an unvergorenem Zucker im fertigen Wein, den die Hefe bei der Gärung nicht mehr in Alkohol und Kohlendioxid umwandeln konnte. Da einige Zuckersorten sind nicht vergärbar ist, sind Weine mit einer Restsüße unter 1g sehr selten. Wie "süß" ein Wein aber tatsächlich schmeckt, hängt nicht nur von der Restsüße ab. So kann ein Wein mit einem hohen Säuregehalt - trotz hoher Restsüße - durchaus sehr trocken schmecken.

  • Rheingau

    Ideale Böden machen den Rheingau zum wohl exklusivste deutschen Anbaugebiet mit etwa 3.200 Hektar Rebfläche. Es erstreckt sich vom Untermain östlich von Wiesbaden und erstreckt rund 50 Kilometer entlang des rechten Rheinufers bis Lorch nördlich von Rüdesheim und ist bekannt für den fast ausschließlich angebauten Riesling, der sich hier zu höchster Vollendung entwickeln kann. Die Rheingauer waren auch die ersten, die den Wert der Edelfäule und damit die Spätlese entdeckten.

  • Rheinhessen

    Die Mannigfaltigkeit der Böden, Kleinklimazonen und Rebsorten bescheren dem mit 25.000 Hektar größten deutschen Anbaugebiet Rheinhessen eine fast unbeschreibliche Vielfalt an Weinen. Dank des besonders milden Klimas und die sehr verschiedenen Böden können hier die unterschiedlichsten Rebsorten, allen voran Müller-Thurgau dicht gefolgt vom Silvaner, angebaut werden. Riesling findet man hauptsächlich an der Rheinfront. Als kleines Rotweingebiet gilt Ingelheim, wo traditionell Spätburgunder angebaut. Rheinhessenweine haben allgemein einen fülligen Charakter, in zunehmenden Maße werden die Weine aber auch trocken ausgebaut.

  • Riesling

    Die spätreifende Weißweinrebe, die ausgewogene, säureverspielte, rassige und harmonische Weine liefert, zählt zu den besten Reben der Welt und wird in Deutschland vor allem im Rheingau, Mosel-Saar-Ruwer, Mittelrhein und an der Hessische Bergstraße angebaut. Die ersten Riesling-Reben sollen im Rheintal angebaut worden sein. Allerdings reklamiert dieses Priveleg auch das österreichische Wachau für sich. Der Name der Reben stammt entweder von dem dunklen Rebenholz (Rußling), der rassigen Säure (Rißling), der Weißkirchener Lage im österreichischen Wachau (Ritzling) oder von der den rieselenden Blüten bei leichtem Frühlingsfrost. Die Farbe des Rieslings ist grünlich bis goldgelb. Das Bukett erinnert an Aprikosen, Pfirsichen und Rosen.

  • Rivaner

    Andere Bezeichnung für Müller-Thurgau-Weine, die auf die angebliche Kreuzung des Müller-Thurgau aus Riesling und Silvaner anspielt. Neuere Genanalysen haben jedoch ergeben, dass der Müller-Thurgau gar nicht mit dem Silvaner gekreuzt worden ist.
    Siehe auch Müller-Thurgau.

  • Rosé

    Rosé entsteht ausschließlich aus Rotweintrauben, wird aber im Unterschied zu normalem Rotwein wie beim Weißweinausbau sehr schnell von den Schalen, die die Farbe geben, getrennt. Die helle Farbe kann allerdings auch andere Ursachen haben, wie extrem hohe Erträge oder Fehler bei der Weinbereitung. Diese Rotweine dürfen, wenn sie eine entsprechende blass- bis hellrote Farbe haben auch als Rosé bezeichnet und verkauft werden. In den letzten Jahren wird der Markt von Roséweinen überschwemmt, die bei der Bereitung von Rotwein durch "Saftabzug", also das frühzeitige Ablaufen lassen von Most das Verhältnis zwischen Schalen und Saft erhöhen, der Wein wird also konzentriert. Der abgelaufende Saft wird dann zu einem relativ minderwertigem Rosé weiterverarbeitet.

  • Rothenberg

    Die mittelalterliche Bezeichnung des Rothenberges, die urkundlich im Jahre 1211 das erste Mal erwähnt wurde, lautete „rodenberch“. 1280 wurde er noch einmal erwähnt, diesmal dann schon als „rodenberg“. Wer einmal den steilen Rothenberg von 57 % Neigung nach einem Regenguss auf frisch gepflügten Boden im Sonnenschein gesehen hat, der weiß, dass der Name von dem rot-violetten Phyllitschiefer stammt, der dann durch die eingelagerten Ferritoxide am stärksten leuchtet. Die nach Südwesten ausgerichtete Lage umschließt etwa 20 Hektar, davon ca. 4 Hektar Steillage. Von der höchsten Position des Rothenberges sieht man westlich die Südhänge des Rauenthaler Berges. Unterhalb liegt Eltville mit seiner kurfürstlichen Burg am Rhein.

  • Rotling

    Der Verschnitt von Rotweintrauben und Weißweintrauben ist eine regionale Spezialität.

  • Rotwein

    Der Wein aus roten Trauben erhlät seine Farbe, weil er längere Zeit auf der Maische , dem Brei aus den Bestandteilen der Traube (Schale, Kerne und Steiel) liegen bleibt, aus denen sich dann die Gerb- und Farbstoffe lösen.

  • Ruländer

    Siehe Grauburgunder.

  • Rüttelpult

    Das Holzgestell dient der traditionellen Schaumweinherstellung, bei dem durch manuelles Drehen, dem Rütteln, der Flaschen die Trübstoffe der für die 2. Gärung beigesetzten Hefe, zum Flaschenhals gelangen. Beim Degorgieren werden diese Hefepfrofen dann entfernt. Man nennt diese Flaschengärung auch Champagner-Methode.

  • Saale-Unstrut

    Rund 650 Hektar Rebfläche hat dieses kleine Weinanbaugebiet, in dem seit über 1.000 Jahren Wein angebaut wird. Seine Erzeugnisse lassen sich geschmacklich durchaus mit fränkischen Weinen vergleichen. Sie sind erdbetont, aber auch filigran. Als Rebsorten findet man hier häufig Müller-Thurgau und Silvaner. Für Spät- und Auslesen sind die klimatischen Bedingungen jedoch nicht gegeben.

  • Sachsen

    450 Hektar Rebfläche hat das kleinste und am weitesten östlich gelegene Weinanbaugebiet Deutschlands, das zwischen Meißen und Pillnitz liegt und über mildes, kontinental beeinflußtes Klima mit heißen, trockenen Sommern verfügt und deshalb auch als „Elb-Florenz“ bezeichnet wird. Als Rebsorten findet man vor allem Müller-Thurgau, aber auch Weißburgunder und Traminer. Die sächsischen Weine sind klassisch trocken ausgebaut.

  • Schaumwein

    Ist eine Bezeichnung für alle kohlensäurehaltigen Weine wie auch Perlwein und Sekt. Für die Herstellung von Schaumwein gibt es verschiedene Methoden wie die Champagner- Methode durch traditionelle Flaschengärung oder die Kesselgärung im Tank, wobei die Kohlensäurebildung im Wein in hermetisch verschlossenen Druckbehältern durchgeführt wird.

  • Scheurebe

    Die 1916 gezüchtete Scheurebe ist nach ihrem Züchter Georg Scheu benannt worden. Man nahm bisher an, dass der Rebenzüchter die Rebe aus Riesling und Silvaner gekreuzt hat. Neuere genetische Untersuchungen deuten aber darauf hin, dass es sich statt des Silvaners um eine unbekannte Wildrebe gehandelt hat. Die spätreifende Scheurebe wird fast ausschließlich für Qualitätswein mit Prädikat verwendet, wobei die Geschmacksrichtungen meist "lieblich" und "süß" sind. In den 50er Jahren wurden Beerenauslesen und Trockenbeerenauslesen aus der Scheurebe erzeugt.

  • Schlegelflasche

    Schlanker, langhalsiger Weinflaschentyp, in braunem oder grünen Glas. Die Weine der Mosel-Saar-Ruwer finden man vornehmlich in grüner Schlegeflasche, im Rheingau meist in bräunlicher Flasche.

  • Schloss Vollrads - Oestrich-Winkel

    Das Schloss Vollrads, daß im Besitz die Weinberge rund um das Schloß ist, gibt dieser Weinlage seinen Namen. Schon im Jahr 1211 wurde über den Verkauf von Weinen hier berichtet. Auf einer Höhe von ca. 140 m über NN oberhalb des Ortskerns von Winkel gelegen, dreht die Exposition des Weinbergshanges von Süd- bis Südwesten. Vor kalten Winden schützt der bewaldete Taunuskamm die Reben, die auf Lößlehm und Taunusquarzit wachsen, Auch der Rhein, der bei Winkel sehr breit ist und als Wärmespeicher dient, beeinflusst das Kleinklima in der Lage.

  • Schwarzriesling

    Diese Rebsorte entstand nach neuesten genetischen Untersuchungen durch eine Kreuzung des des Traminer mit der Burgunderlinie. Mit dem Riesling ist der Schwarzriesling trotz des Namens nicht verwandt. Der Schwarzriesling ist häufig auch Bestandteil des Champagners.

  • Schwefel

    Wird im Weinbau vielfältig verwendet: dient dem Konservieren des Weins, stoppt die Gärung und findet Verwendung bei der Sterilisation von Holzfässern oder beim Schutz der Reben.

  • Schönen

    Unter Zugabe von Schönungsmitteln wird der Weins zur Stabilisierung geklärt, Trübstoffe und unerwünschte Partikel werden gebunden, die dann als Bodensatz abfallen. Eine Schönung mit Eiklar ist zum Beispiel eine sehr aufwändige Methode, durch die Zugabe von Eiweiß werden Trübstoffe gebunden und der Geschmack herber Rotweine abgemildert.

  • Schönhell - Hallgarten

    Die rheinwärts geneigte, nach Süden ausgerichtete sanfte Hanglage mit 30% Steigung liegt westlich von Hallgarten bis zu 190 m über NN. Im Norden werden die Reben im Schönhell durch ausgedehnte Wälder mit der 580 m hohen Hallgartener Zange begrenzt und vor kaltem Wind abgeschirmt. Der Name bedeutet "Schöne Halde" oder "Schöner Abhang" und stammt aus dem frühen 14. Jahrhundert. Der Boden mit tiefgründigen Löß- und Lehmschichten hat eine gute Wasserspeicherkapazität und bringt daher auch in trockeneren Jahren beste Qualität.

  • Sekt

    Schaumwein, der durch Flaschen- oder Tankgärung erzeugt wird.

  • Selection

    Ein Qualitätskonzept, das vom Deutschen Weinbauverband, dem Deutschen Weininstitut (DWI) sowie den Gebietsweinwerbungen und allen bedeutenden überregionalen Verbänden initiiert wurde. Für die hochwertigen Selection-Weine werden gebietstypische Rebsorten verwendet, die trocken ausgebaut und Spitzenweine hervorbringen, die ihren höhreren Preis berechtigt haben.

  • Sensorische Prüfung

    Diese organoleptische Prüfung beurteilt die Qualität des Weins nach Aussehen, Geruch und Geschmack. Die DLG führt seit 1952 diese Qualitätsprüfung mit durchschnittlich 4000 Weinen jährlich auf Bundesebene durch und prämiert die deutschen Spitzenweine.

  • Shiraz

    Der Shiraz ist ein kräftiger Wein, der an gerösteten Kaffee und oft auch an Schokolade erinnert. 1833 von Frankreich nach Australien eingeführt, ist diese Traube genetisch identisch mit dem Syrah. In Neuseeland, Australien und Südafrika ist die Bezeichnung Shiraz gebräuchlich, in Frankreich und Kalifornien, den anderen bedeutenden Anbaugebieten, die Bezeichnung "Syrah".

  • Siegerrebe

    1929 kreuzte Georg Scheu Madeleine Angevine mit Gewürztraminer, es entstand die Siegerrebe, die sehr früh reift und meist für edelsüße Weine verwendet wird. Typisch ist ihr Muskataroma, aber auch die Anteile von Rosenblüte, Aprikose und Honig. Angebaut wird die Siegerrebe ist fast ausschließlich in den deutschen Weinbaugebieten Rheinhessen und Pfalz.

  • Silvaner

    Die wichtigste Sorte im Anbaugebiet „Franken" ist eine klassische deutsche Rebsorte, die vor allem auch in Rheinhessen zu finden ist. Aus dem rumänischen Transsylvanien, wie der name vermuten läßt, kommt der Silvaner aber nicht, denn die Rebe würde den dortigen kalten Winter kaum überstehen.

  • Sommelier, Sommeliere

    Weinfachmann/frau in der Gastronomie.

  • Spätburgunder

    Die Rotweinsorte Spätburgunder, in Frankreich Pinot Noir, stammt vermutlich von einer burgundischen Wildrebe ab und findete auch vor allem dort ihre Verbreitung. In Deutschland wird Spätburgunder vor allem an der Ahr, in Baden, im Rheingauort Assmannshausen und in der Pfalz angebaut. Die Sorte braucht im gemäßigten Klima Zeit zur Reife, bringt jedoch in guten Jahren herausragende Weine mit Kraft und Fülle hervor und besitzt eine große Lagerfähigkeit. Die Farbe ist ziegel- bis tiefrot, die Aromen reichen von Brombeere, Waldbeere, Himbeere und Kirsche bis hin zu Rauch und Leder. Der Geschmack ist samtig, mit feiner Säure und gehaltvollem Körper. Spätburgunder paßt zu Braten von Wild und Rind und würziger, fettarmer Käse.

  • Spätlese

    Qualitätsprädikat das die Weine zwischen Kabinett und Auslese bezeichnet.

  • Strausswirtschaft

    Eine kleine, guteigene Weinwirtschaft auf Zeit. Die Winzer bewirten für wenige Wochen im Jahr auf ihrem Gelände Gäste mit selbsterzeugtem Wein und hausgemachten Spezialitäten der Region.

  • Syrah

    Siehe Shiraz.

  • Süße

    Süße kann Säure oder Tannine in einem Wein harmonisch abrunden, ihn angenehmer machen. Die Süße im Wein wird meist durch Unterbrechen der Gärung erzielt, bevor der gesamte Fruchtzucker zu Alkohol vergoren wurde. Aber auch Alkohol ist leicht süß. Darum hinterlassen alkoholreiche Weine häufig einen leicht süßen Eindruck.

  • Säure

    Die Gesamtsäure eines Weines besteht aus vielen Säurearten, den größten Anteil dabei machen die etwas mildere Weinsäure und die kräftigere Äpfelsäure aus, die dem Wein einen intensiveren, kräftigen Geschmack verleiht. Erst das Zusammenspiel von Restsüße, Alkoholgehalt und den Säuren bestimmt den Grundgeschmack eines Weines maßgeblich.

  • Tafelwein

    Ist die unterste Qualitätsstufe, die ein Wein haben kann, danach folgt der QbA und der QbA mit Prädikat.

  • Tannin

    In roten Trauben enthaltener natürlicher Gerbstoff. Gibt Rotweinen Struktur, Charakter und Haltbarkeit.

  • Terroirwein

    Von dem seziellen Zusammenspiel zwischen Boden, Klima und Witterung wird auch der Charakter eines Weines entscheidend beeinflußt. Das Terroir ist in jedem Weinanbaugebiet unterschiedlich, Terroirweine haben daher eine spezielle und unverwechselbare Charakteristik, die durch Kellertechnik nicht nachahmbar ist.

  • Trester

    Die Schalen, Kerne und Stiele sind die verbleibenden, festen Reststoffe nach dem Keltern oder Pressen der Trauben. (Maische)

  • Tresterhut

    Ein Rotwein, der wird auf der Maische gegoren. Dabei schwimmen die festen Reststoffe (Trester) an die Oberfläche der Maische-Most Mischung. Dieser Tresterhut wird durch unterrühren mit dem Most immer wieder vermischt, damit der Most den Feststoffen Tannine und die Farbstoffe entziehen kann.

  • Trocken

    Trockene Weine haben wenig Restzucker, maximal 9 Gramm pro Liter.

  • Trockenbeerenauslese

    Trockenbeerenauslesen werden aus von Hand ausgesuchten, von Botrytis bewachsenen, eingeschrumpften Trauben gekeltert. Sie haben das höchste Prädikat unter den Qualitätsweinen.

  • Trollinger

    Diese Rebsorte stammt ürsprünglich aus Südtirol und ist dort auch als "Tiroler" oder "Tirolinger" bekannt. In Deutschland wird der Trollinger vor allem in Württemberg angebaut. Neben Spätburgunder und Portugieser ist der Trollinger, von der Rebfläche her die bedeutendste Rotweinrebe. Typisch ist seine hellrote Farbe und ein fruchtiges Bukett. Der Wein sollte jung getrunken werden.

  • Vegetal

    Unreife Weine, die eine grüne, vegetabile und pflanzliche Note haben.

  • Verschnitt

    Das Mischen verschiedener Weine ist in Deutschland nur in wenigen Fällen und im geringen Ausmaß erlaubt. In anderen Ländern ist der Verschnitt eine gängige Praxis. Andere und vornehmere Ausdrücke für Verschnitt sind Cuvée, Marriage oder Mélange.

  • Vinifikation

    Weinherstellung von der Traubenanlieferung im Keller bis hin zur Abfüllung.

  • Weinkühlschrank

    Weine können in einem speziellen Weinkühlschrank unter optimalen Temperaturen gelagert werden. Vor allem dann, wenn kein Weinkeller zur Verfügung steht. Interessante Infos und Angebote findet man unter www.vinowo.de/weinkuehlschrank/

  • Weinstein

    Die natürliche Kristallisation von Säure, auch in Verbindung mit im Wein vorhandenen Mineralien ist kein Qualitätsmangel. Vor allem bei älteren, extraktreichen Weinen, je nach Lagerart ist Weinstein am Flaschenboden, Hals oder Korken zu beobachten.

  • Weißburgunder

    Die Weißweinrebe stammt aus der Burgunderfamilie und heißt in Frankreich "Pinot blanc" und in Italien "Pinot bianco".

  • Weißherbst

    Weißherbst oder Rosé, ist ein wie Weißwein hergestellter Rotwein, der nicht lange auf der Maische (Schale, Stiele und Kerne) bleibt und deshalb keine tiefrote Farbe aus der Schalenhaut aufnehmen kann.

  • Winzergenossenschaft

    In diesem Zusammenschluss von Erzeugern werden Recourcen gemeinsam genutzt und der erzeugte Wein gemeinsam vermarktet.

  • Württemberg

    Das fünftgrößte Anbaugebiet in Deutschland bietet über 11.200 Hektar Rebfläche und ist bekannt für die meisten deutschen Rotweine. Vor allem regionale
    Spezialitäten wie Trollinger, Lemberger, Schwarzriesling und Samtrot spielen eine große Rolle. Beim Weißwein wird hauptsächlich Riesling angebaut. Der rote Trollinger ist in Württemberg ein leichter süffiger Rotwein, der meist mit geringer Restsüße ausgebaut wird. Der Lemberger wird als tiefdunkler, samtiger Rotwein angebaut. Die Rieslinge sind fruchtig und haben einen angenehm erdigen Beigeschmack.

  • Würzer

    Diese 1932von Georg Scheu gezüchtete Rebe ist eine Kreuzuung von Gewürztraminer und Müller-Thurgau. Typisch für den Würzer ist ein muskatartiger, würziger Charakter. Der Würzer wird vor allem in Rheinhessen und in kleineren Mengen auch an der Nahe angebaut.

  • Önologie

    Die Wissenschaft vom Wein.

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