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Lorchhausen

Lorchhausen

Eingebettet zwischen Fluß und Rebhängen, da wo der kleine Retzbach in den Rhein mündet, liegt Lorchhausen, das westliche Tor zum Rheingau. Schon im Jahre 1211 wurde Lorchhausen in einem Güterverzeichnis des Klosters Eberbach erstmals urkundlich erwähnt. Ursprünglich war Lorchhausen eine Siedlung von Lorcher Edelknappen. Bis 1773 bildeten die beiden Orte eine Gemeinde. Selbständig und unabhängig mit eigener Gemarkung und eigener Verwaltung war Lorchhausen dann von 1773 bis zum freiwilligen Zusammenschluß mit Lorch im Jahre 1971. Die traditionsreiche Weinbaugemeinde ist heute aber auch Grenzort zwischen Hessen und Rheinland-Pfalz und der Ausgangspunkt der berühmten Rheingauer Riesling Route. Hier wachsen auf rund 20 Hektar Rebfläche die typischen Riesling- und Spätburgunderweine der Weinbauregion Rheingau. Wanderwege führen durch die Weinberge und beeindrucken mit stetem Panoramablick auf das romantische Rheintal und einer Vielzahl von Burgen und Schlössern. Sehenswert ist auch das große Naturschutzgebiet "Engweger Kopf", das wegen seiner seltenen Flora und Fauna jedes Jahr zahlreiche Wanderer nach Lorchhausen lockt. Auch das Dorf selbst hat vieles zu bieten, wie etwa die den romanischen Turm der "alten Kirche" aus dem 16. Jahrhundert, der Teil der ehemaligen Ortsbefestigung war. 1872 wurde die "alte Kirche" durch Feuer zerstört und man errichtete 1879 hoch auf dem Felsen über Lorchhausen, dem "Bischofsberg", die heutige Pfarrkirche St. Bonifatius im neugotischen Stil. Sehenswert ist auch die Clemenskapelle aus dem Jahre 1909. Wer den Anstieg dorthin über den Kalvarienberg mit seinen Kreuzwegstationen aus dem Jahre 1870 unternimmt, wird mit einem herrlichen Blick über das Dorf belohnt.

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