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Johannisberg

Johannisberg

Einer der traditionsreichsten Weinbauorte des Rheingau ist ganz unbestritten Johannisberg. Einmalig schön auf einem Berg über dem Rhein gelegen, zieht das Johannisberger Schloß die Blicke der Besucher auf sich. Hier hatte die Spätlese ihre Geburtsstätte. Das Schloß war einstmals ein Kloster, daß 1106 auf dem Bischofsberg gebaut wurde und zu Ehren Johannes des Täufers geweiht wurde. Die Mönche des Benediktinerordens lebten vom Weinanbau und machten das Kloster schon damals mit ihren edlen Weinen reich und berühmt. Historisch belegt ist die Geschichte, daß der klösterliche Traubenkurier der alljährlich vom Fürstabt in Fulda die Erlaubnis zur Weinlese einholen mußte, sich 1775 verspätete und die Weintrauben am Rebstock "verfaulten". Dank der Verspätung erkannten die Mönche jedoch, dass es sich um eine Edelfäule handelte, die den Wein noch gehaltvoller und schmackhafter machte. Der Spätlese-Entdeckung folgten auch Auslesen im Jahr 1779, dann Beeren- und Trockenbeerenauslese und schließlich 1858 sogar der erste Eiswein, der auf dem Johannisberg geerntet wurde. Die "Wiege aller hohen Weinprädikate" ist bis heute eng dem Weinbau verbunden. Mittelpunkt des Ortes ist natürlich die herrliche Schloßanlage, die die Fürstenfamilie Metternich nach dem Krieg aufgebaut hat, und die über ein eigenes Domänenweingut und eine Schloßkirche verfügt. Aber auch das Weindorf selbst hat viele Sehenswürdigkeiten, darunter ein weiteres, heute noch von Ordensschwestern betriebenes Kloster und mehrere historische Mühlen mit Restaurationsbetrieb, wie die Schamari- oder die Ostermühle, zu bieten. Preisgekrönt als einer der schönsten Orten Hessens hat man sich in den vergangenen Jahrzehnten auch vielfach der Rosenzucht gewidmet. Besucher werden ihr helle Freude an den liebevoll gestalteten und von Rosen bewachsenen Häusern haben.

Schloss Johannisberg
Schloss Johannisberg

Johannisberg von oben

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Johannisberg

Johannisberg

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