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Burg Schwarzenstein

Burg Schwarzenstein

Der Kometenjahrgang schreibt Geschichte

Malerisch schlängelt sich die Rosengasse stetig bergauf durch Johannisberg, vorbei an romantischen Fachwerkhäuschen und berühmten Weingütern. Am höchsten Punkt des Ortes, mit atemberaubenden Blick über die gesamte Rheinebene, da thront sie – inmitten weitläufiger Weinberge, umgeben von einem zwei Hektar großen, mediterranen Park – die Burg Schwarzenstein. Wie sie so da steht, mit ihrer markant geschwungenen Silhouette aus lokalem Bruchstein und dem alles überragenden Burgturm, erinnert sie ein schon wenig an alte Kreuzritter. Aber weit gefehlt. Die Burg wurde erst 1873 erbaut, von Peter Arnold Mumm. Der Frankfurter Bankier, Weinhändler und Begründer der Wein- und Sektdynastie Mumm kaufte in einem extrem heißen und trockenen Sommer, in dem kaum noch jemand Hoffnung auf einen nennenswerten Wein hat, die gesamte Ernte von Schloss Johannisberg vorzeitig auf. Sein Mut wird belohnt. Ein absoluter Spitzenjahrgang geht mit dem Titel „Kometenjahrgang“ in die Geschichte ein, da ein solcher im selben Jahr gesichtet wurde. Mumm erwirbt vom fast sagenhaften Gewinn weitere Weinberge rund um Johannisberg. Seine Nachkommen schließlich strebten nach dem Status des Hoflieferanten des Kaisers. Dafür benötigte die Familie einen repräsentativen Stammsitz und errichtete 1873 Burg Schwarzenstein.

Burg Schwarzenstein

Neubeginn und Vision

Nach einer wechselvollen Geschichte wurde das märchenhafte Burgensemble 2004 aus seinem Dornröschenschlaf erweckt und ist heute im Besitz einer Familienstiftung. In enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz wird die Burganlage samt dem weitläufigen, an englische Landschaftsgärten orientierten Park saniert. Das Ergebnis ist eine feine Oase der Ruhe mit zehn geschmackvollen Zimmern, einem eleganten Gourmetrestaurant und einem regionalen Burgrestaurant. Seit der Eröffnung am 1. Mai 2005 verfolgen die Eigentümer ein Ziel: Sie möchten aus dem kleinen, aber sehr feinen Refugium ein über die Grenzen des Rheingaus bekanntes Hotel machen, das sich durch Gastfreundschaft, erlesene Küche, liebevolle Details und Charme von den üblichen Hotelketten abhebt. Im Jahre 2006 wird Burg Schwarzenstein in den exklusiven Kreis von Relais & Châteaux aufgenommen, einer Vereinigung privat geführter Hotels und Restaurants, die mit 480 Mitgliedern weltweit vertreten sind.

Burg Schwarzenstein

Ein Stern leuchtet über Burg Schwarzenstein

Im August des gleichen Jahres wird das moderne Designrestaurant Schwarzenstein fertig gestellt und eröffnet. Das puristische Ambiente des Glaspavillons nimmt die Bruchsteinfassade der Burg auf und steht im reizvollen Gegensatz zum historischen Gemäuer. Wohl dosierte Akzente in Creme und Schwarz strahlen eine zurückhaltende Eleganz aus. Die umlaufende Terrasse mit Loungemöbeln vermittelt im Sommer das Gefühl, mitten im Weinberg zu sitzen.

Im Dezember 2006 verpflichtet der Burgherr Sven Messerschmidt als neuen Küchenchef des Gourmetrestaurants. Seine raffiniert französische Küche wird bereits nach einem Jahr mit einem der begehrten Michelin-Sterne und mit 17 Punkten im Gault Millau Führer ausgezeichnet. Somit hat es das Gourmetrestaurant Schwarzenstein in nur drei Jahren auf Platz drei in Hessen und auf Platz 65 der besten Restaurants in Deutschland geschafft. Das Burgrestaurant bietet regionale Küche und Rheingauer Weine in einer bezaubernden Atmosphäre.

Stillstand ist Rückschritt

Das ist die Philosophie der engagierten Eigentümer und so entstanden in den letzten drei Jahren ein Outdoor-Teamparcours mit Hochseilgarten und Grillplatz, ein neues Tagungshaus im bewaldeten Teil des Anwesens und eine Davidoff Lounge mit einer erlesenen Auswahl an Single Malt Whiskeys und feinsten Tabakwaren.

Burg Schwarzenstein

Burg Schwarzenstein rüstet sich für die Zukunft

Im Januar 2009 begann mit dem ersten Spatenstich der Bau eines weiteren Gebäudes auf Burg Schwarzenstein. 28 Zimmer, davon 12 Suiten und ein Tagungs- und Veranstaltungsbereich für bis zu 200 Personen sollen das Hotel für die Zukunft wirtschaftlich aufstellen. Aber wer glaubt, hier eröffnet am 1. März 2010 ein modernes Hotel ohne Seele und Liebe zum Detail, der irrt. In Anlehnung an die bereits bestehenden Gebäude wurde einfühlsam geplant, um den Charme des Gesamtensembles nicht zu zerstören. Gemütliche Suiten mit 60 Quadratmetern Wohnfläche, persönlicher Check In am Schreibtisch mit Welcome Drink, eine kuschelige Kaminbar mit Bibliothek und lichtdurchflutete Räume werden die Fangemeinde um das charmante Relais & Châteaux Hotel nochmals vergrößern und den Rheingau um eine weitere Attraktion bereichern.

Standort: Oberhalb von Johannisberg an der Straße nach Stephanshausen.

Weitere Informationen finden Sie auf der offiziellen Webseite:
www.burg-schwarzenstein.de

oder auf Wikipedia

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