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Die Geschichte des Schlosses Reichartshausen

Schloss Reichartshausen in Hattenheim

Schloss Reichartshausen war seit 1162 per päpstlicher Bulle Weinmagazin von Kloster Eberbach. Die Bulle garantierte Steuerfreiheit und so konnten die Mönche ihre Güter ohne Abgaben zu ihrem Hof nach Köln verschiffen. Im Gegenzug brachten sie Salz, Fisch und andere Lebensmittel in den Rheingau.

Außerdem war das Schloss die zweite Residenz des Abtes des Zisterzienserordens: Er residierte dort im Sommer. Zugleich arbeitete der Orden ständig daran, die um Reichartshausen gelegenen Weinlagen zu vermehren.

Lange war der Klosterhof Reichartshausen durch Nutztierhaltung geprägt: Es gab Kühe, einen Stier, Ochsen für die Fuhrwerke, Pferde und Hühner. Drumherum lag ein großer Blumen- und Gemüsegarten. Das Heu war im Dachgeschoss des Hauptgebäudes untergebracht, während unten der Wein lagerte sowie alle anderen Güter der Zisterzienser Zenthöfe. Die klostereigenen Schiffe Pint, Bock und Sau wurden mit einem Kran beladen - ähnlich dem Oestricher Kran -, wobei der Rhein ursprünglich näher am Hauptgebäude floss als heute.

Der selbsternannte "Weinkönig" August Wilhelmy aus Hattenheim baute das Anwesen ab 1889 nach und nach um. So ließ er den gesamten Innenhof mit einem ebenerdigen Weinkeller zubauen, der erst 1969 durch die neuen Eigentümer, die Firma Fritz Werner, wieder entfernt wurde.

Schloss Reichartshausen in Hattenheim

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