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Kurtrierische Burg

Die Kurtrierische Burg steht in der Altstadt von Boppard am Rhein und ist auch unter den Namen "Kurfürstliche Burg" oder "Alte Burg" bekannt.

Sie wurde im 14. Jahrhundert von Richard von Cornwall errichtet und kurz darauf von dem Kurfürsten Balduin von Trier gewaltsam eingenommen. Sie diente dann vornehmlich als Zoll- und Zwingburg.

Im Gegensatz zu den meisten rheinischen Burgen befindet sie sich nicht auf einer Anhöhe, sondern direkt am Rheinufer in tiefer Lage. Im 15. Jahrhundert war die Burg während des Bopparder Krieges starken Schussbeschädigungen ausgesetzt. Wenige Jahre später brannte das Gebäude aufgrund einer vermutlichen Brandstiftung nieder. Der damalige Kurfürst veranlasste einen raschen Wiederaufbau. Kurz darauf stürmte der geächtete Johann von Eltz die Kurfürstliche Burg und raubte ihre gesamten Kostbarkeiten.

Erst im 17. Jahrhundert wurde die Burg unter den Kurfürsten Karl Kaspar von der Leyen und Johann Hugo von Orsbe ausgebaut und erweitert. Sie wurde um vier Burgflügel ergänzt, die den Hof umgeben. In den folgenden Jahren wurde sie unter anderem als Zollamt und Amtskellerei genutzt.

Zur Vergrößerung des Burgplatzes wurde der anliegende Wassergraben zugeschüttet, wodurch die Burg ihr Merkmal als Wasserburg verlor.

Ab dem jahre 1999 wurde die Kurtrierische Burg intensiven Sanierungssmaßnahmen unterzogen.

Heute beherbergt das Gebäude ein Heimatmuseum, das Besucher zum Entdecken der rheinischen Kulturgeschichte einlädt. Sakrale Kunstwerke, Zeichnungen und Handwerksarbeiten gehören zur Sammlung. Außerdem gibt es eine Ausstellung von Bugholzmöbeln des Tischlermeisters Michael Thonet zu begutachten. In der Kapelle, die auf der vierten Etage des Turmes liegt, können sich die Gäste seltene Deckenfresken ansehen.

Öffnungszeiten:

April bis Oktober,
täglich außer montags 10°°-12°° u. 14°°-17°° Uhr.
Info: Tel. 0 67 42 - 38 88
Fax 0 67 42 - 8 14 02

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