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Das Graue Haus

...gilt als ältestes Steinhaus Deutschlands

Das Graue Haus in Winkel

Das Graue Haus war das Stammhaus der Familie Greiffenclau, deren Stammbaum bis zum Jahr 1097 zurückverfolgt werden kann. Es diente der Familie bis 1330 als Wohnsitz, später als Wohnhaus für Beschäftigte von Schloss Vollrads. Nach einer Brandkatastrophe 1964 baute der damalige Besitzer Erwein Graf Matuschka-Greiffenclau mit Hilfe des Landes Hessen, des Rheingau-Taunus Kreises und der Stadt Oestrich-Winkel das Graue Haus wieder aus.

Über das Alter des Grauen Hauses gibt es die unterschiedlichsten Theorien. Paul Eichholz vermutet, daß es um 850 gebaut wurde und Wohn- und Sterbehaus des Erzbischofs und Gelehrten Rhabanus Maurus (780-856) war. Werner Barkbausen datiert das Mauerwerk in die Mitte des 12. Jahrhunderts. Ernst Holstein kam mit Hilfe der Jahresringchronologie zu dem Ergebnis, daß das Holz des Dachstuhles aus Eichenstämmen gefertigt wurde, die zwischen 1035 und 1075 gefällt worden sind. Der Bau des Grauen Hauses muß also um 1075 in Angriff genommen worden sein. Folgt man der Theorie von Holstein, ist das Graue Haus das älteste Steinhaus Deutschlands.

Das Graue Haus in Winkel

Das Graue Haus in Winkel

Standort: Alte B42, in Winkel, fast direkt am Rhein

Kommentare

  • am 05.01.2013 um 14:31 Uhr

    von Hannes Fischer

    Bei so einem historischen Gebäude ist eine gastronomische Nutzung fast zu schade. Warum nicht ein Heimatmuseum? Auch wäre es schön, wenn bei der Internet-Präsentation auch ein Grundriss gezeigt würde.

  • am 11.12.2012 um 17:13 Uhr

    von Walter Igel

    Wie es die Befunde zeigen, wird wohl die "Alte Münze" in Zwickau das älteste Steinhaus in Deutschland werden.

  • am 30.12.2011 um 13:17 Uhr

    von Helmut Eckert

    Längst sind vermodert die Gebeine,
    die hier alle einst gelebt.
    Hier am Strom am deutschen Rheine,
    sich ein Haus aus Stein erhebt.

    Hat der Kaiser es errichtet,
    dieses Haus aus grauem Stein?
    Keine Fibel uns berichtet,
    kehrte er als Gast hier ein?

    Nirgend wo steht es geschrieben,
    wer gezeugt an diesem Orte.
    Nur die Mauern sind geblieben,
    Verschlossen bleibt uns diese Pforte.

    Hat die Leier einst geklungen,
    und der Flöte heller Klang?
    Wurde hier beim Wein gesungen,
    hier zum Feste Nächte lang?

    Alles was hier einst gewesen,
    kann der Strom es uns berichten?
    Wenn wir des Rheines Sprache lesen,
    wird sich der Wahrheit Dunkel lichten.

  • am 08.11.2011 um 15:27 Uhr

    von Karl Pataki

    Das älteste Steinhaus in "Deutschland" ist gewiss wo anders zu suchen, nämlich auf der linken Seite des Rheins...Köln, Trier, Xanten aber auch Regensburg an der Donau... Römische oder frühchristliche Sakralbauten gibt es einige, die wesentlich älter sind...
    Ich würde den Suchbegriff einengen, wie folgt: das älteste Steingebäude zwischen Rhein und der damaligen Ostgrenze (Saale/Elster/Elbe-Linie etwa)romanischen Stils. Damit kann ich leben...Es sind etwa 100 solche Gebäude auf diesem Gebiet gelistet, die noch als solches erkennbar sind, viele davon bereits überbaut, wobei nur Fragment auf den ursprünglichen Stil schließen lassen.

  • am 25.09.2011 um 23:53 Uhr

    von Frank Paulsen

    Schade, dass das Gebäude und der angrenzende Garten nicht genutzt werden ...
    Eine vertane Chance des Rheingaus!

  • am 29.04.2011 um 19:32 Uhr

    von Jürgen Scheidemann

    Schön,dass es dieses Jahr wieder zugänglich ist und so sollte es auch weiterhin bleiben,nicht etwa als Promi-location, sondern für jedermann.Das ist es sich selbst gemäß der Historie schuldig.

  • am 12.05.2010 um 16:17 Uhr

    von Schwab, Holger

    Es ist schade, dass solch ein Schmuckstück schon so lange leer steht. Es sollte unbedingt schnellstens wieder für die Allgemeinheit in Form eines Restaurantes geöffnet werden.

  • am 05.03.2010 um 11:35 Uhr

    von HH

    Schön wäre es auch, wenn man es für Veranstaltungen mieten könnte.
    Diese tolle Location sollte wieder genutzt werden.

  • am 29.01.2010 um 20:27 Uhr

    von GE

    Ja, das wünsche ich mir auch! Es ist so schade, dass das Graue Haus nun schon so lange leer steht. Mir würde ein Gutsausschank auch gut gefallen. Nett wäre auch, wenn das Haus irgendwie für bestimmte Aktivitäten genutzt werden könnte (Ausstellungen, Weinproben etc.) Schade drum..

  • am 25.01.2010 um 15:41 Uhr

    von Derk Oster

    Ich wünsche mir, daß dieses ehrwürdige Haus möglichst bald einen Gutsausschank mit ausgewählten, jedoch nicht abgehobenen und besonders teuren Speisen beherbergt.

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