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Auf „von Osteins" Wegen romantisch wandern

Die Rossel am Niederwald

Zu den romantischsten Wanderwegen des Rheingaus gehören ohne Zweifel die gut ausgeschilderten und mit historischen Erläuterungen versehenen Rundwanderwege im Niederwald. Graf Karl Maximilian von Ostein gestaltete 1774 nach Vorbildern damaliger Parkanlagen den Niederwald zu einem romantischen Landschaftspark mit englischem Charakter. Die Rundwanderung beginnt nach der Fahrt mit der Seilbahn von Rüdesheim zum Niederwalddenkmal nahe der Bergstation am Goethe-Tempel, der im November 1944 bei einem Bombenangriff völlig zerstört wurde und vom Förderverein des Landschaftsparks Niederwald jetzt wieder aufgebaut wurde. Die Romantiker nannten ihn „Monopteros", seine Rotunde ruhte auf acht römischen Säulen aus rotem Sandstein. In ihm stand am 3. September 1814 Johann Wolfgang von Goethe, der von der überaus prächtigen Schönheit des Rheingaus ergriffen war. Wandert man weiter auf dem Panoramaweg mit seinen zahlreichen Ausblicken auf den Rhein und weit ins Land hinaus, gelangt man zum Naheblick, wo an dessen Aufgang dem Geschäftsführer der Zweckgemeinschaft Niederwald, Klaus Titel, eine 300 Jahre alte Eiche gewidmet wurde. Weiter geht es zur „Rossel", einer künstlichen Ruine, die Graf von Ostein ebenfalls errichten ließ und deren Ausblick bei seinen Gästen damals schon als einer der schönsten im Verlaufe des ganzen Rheintals galt. Unterhalb der Rossel liegt die Ruine Ehrenfels. Nur ein kleines Stück weiter wartet der Rittersaal mit einem weiteren spektakulären Blick auf die Wanderer. Ostein ließ hier 1791 einen kleinen Bau mit gotischen Fenstern und einem Kreuzgewölbe errichten, der jedoch 1876 abgerissen wurde. Unter dem Aussichtspunkt liegt das Binger Riff, eine einst gefährliche Schiffspassage. Zurück in den Wald führt der Weg zur Zauberhöhle, die zwischen 1790 und 1796 gebaut wurde und 60 Meter lang ist. Hat man sie durchlaufen, gelangt man in einen Rundbau, von dem ein zauberhafter Blick auf das Rheintal lockt. Über das Jagdschloß Niederwald mit seinem großen Wildgehege geht es entweder nach links zur Sesselbahn tief hinab über den Schieferfels nach Assmannshausen und dort nach einem Rundgang durch den Ort zum Rhein und mit dem Schiff zurück nach Rüdesheim. Oder man nimmt den linken Weg entlang des Waldes zurück zum Niederwalddenkmal und mit der dortigen Seilbahn zurück nach Rüdesheim.

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