Heimburg

Heimburg bei Niederheimbach

Die Heimburg ist eine Höhenburg, die im späten 13. Jahrhundert auf einem Felssporn am nordöstlichen Gefälle des Binger Waldes erbaut wurde. Sie befindet sich direkt oberhalb der Gemeinde Niederheimbach und ist auch unter dem Namen Burg Hoheneck bekannt. Im Gegensatz zu ihren Nachbarburgen Sooneck und Reichenstein wurde sie nicht vorerst nicht als Residenz der Raubritter genutzt, sondern diente als militärische Festung.

Die Heimburg wurde im späten 13. Jahrhunter im Auftrag von dem Mainzer Erzbischof Gerhard II. zum Schutze vor den Pfalzgrafen errichtet. Wenig später wurde die Festung dank ihrer attraktiven Lage zur Zolleintreibung verwendet. In den späteren Jahren erfolgte ein Kampf zwischen Raubrittern und Kaiser Rudolf von Habsburg um das Gebäude, den dieser für sich behaupten konnte. Die Burg blieb hierbei nahezu unversehrt.

Ab dem 16. Jahrhundert war das Gemäuer dem Verfall ausgesetzt. Kurz darauf wurde es die Ruine durch die französische Armee zerstört, als Steinbruch verwendet und schließlich komplett niedergebrannt.

Ende des 19. Jahrhunderts wurde ein veränderter Wiederaufbau durch den Großindustriellen Hugo Stinnes in die Wege geleitet. Die Burg wurde hierbei im neugotischen Stil mit viereckigem Grundriss rekonstruiert. Zu der Rheinseite hin befindet sich der Palas, der zum Wohnraum umgebaut wurde.

Die Heimburg ist heute noch in Privatbesitz und lediglich als Wohnsitz. Daher lässt sie keine näheren Besichtigungen zu.

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