Riesenspaß für 50 Teams beim 3. Oestricher Bierathlon

28.05.2026

Knapp 250 Bierfreunde nahmen an der witzigen Benefiz-Rallye der Kolpingjugend teil

Oestrich. (sf) Wikinger, Hawaii-Touristen, Pippi Langstrumpf, Pumuckl und Mario Cart mit seinem Gefolge waren in Oestrich anzutreffen - seltsame Gruppen in lustigen Kostümen und mit geschmückten Bollerwagen sorgten hier für Verwunderung: Knapp 250 Bierfreunde tummelten sich in den Oestricher Straßen und Weinbergen und suchten nach Stationen, an denen sie Bierkasten horizontal stapeln sollten, einen Nagel in einen Holzstumpf hämmern mussten, Flatterbänder in einen Bauzaun flechten, einen möglichst großen Jenga-Turm bauen und einen Becher mittels Aufpusten eines Luftballons weitergeben. In allen Bollerwagen, die sich teilweise in Büchereien mit Bücherwurm, Wikingerschiffe oder Feuerwehrautos verwandelt hatten, befand sich ein Kasten Bier, der auf der über fünf Kilometer langen Wanderung von den drei bis fünf Mitgliedern der Teams ausgetrunken werden „musste“. Denn die 50 lustigen Gruppen, die hier durch Oestrich liefen, waren allesamt Teilnehmer der dritten Auflage des Oestricher Bierathlon. Knapp 250 Teilnehmer im Alter von 18 bis 68 Jahren gingen bei dieser witzigen Spaß-Rallye an den Start und hatten viel Vergnügen.

Anton Kösters, Jona Bruysten, Luca-Dorian Straub, Florian Kühn, Sebastian Klein und Sonja Vogt von der Kolpingjugend der Oestricher Kolpingsfamilie hatten vor drei Jahren selbst als Team in Medebach im Sauerland an einem solchen Bierathlon teilgenommen und dabei so viel Spaß gehabt, dass sie so einen Orientierungslauf auch im eigenen Ort veranstalten wollten. „Wir hatten damals ganz großen Spaß und fanden die Idee so super, dass wir der Meinung waren, auch die Weinregion Rheingau kann mal einen Bierlauf vertragen!“, so das Organisationsteam, und der riesige Erfolg der Premiere mit anfänglich schon über 40 Teams gab ihnen Recht: Auflage 2 und 3 folgten mit dem gleichen Riesenerfolg.

Schon im Vorfeld hatten die Gastgeber erklärt, dass sie mit diesem besonderen Gruppenangebot eine Lücke in Oestrich-Winkel schließen wollen: „Gerade für die Altersgruppe der 16- bis 30jährigen gibt es wenige Möglichkeiten, bei denen Bewegung, Feiern und Verbundenheit im Vordergrund stehen. Genau für diese Altersgruppe und alle, die sonst noch motiviert sind, möchten wir die Ortsgemeinschaft beleben!“, hatte das Orga-Team erläutert. Rund 60 Freunde, Familien- und Kolpingmitglieder hatten den jungen Gastgebern bei der Verwirklichung ihrer Idee geholfen und tatkräftig bei der Beschaffung von Material, beim Aufbau und Abbau und beim Schichtdienst in den Ständen bis in den Abend hinein fleißig mitgewirkt. Und das alles auch noch für einen guten Zweck, denn einen Großteil des Erlöses des Oestricher Bierathlon wird die Kolpingjugend zwei ortsansässigen Vereinen, der Jugendabteilung des Turnverein Oestrich und der DLRG Rheingau, spenden. Im Jahr der Premiere waren bereits 2800 Euro für „Jannis Sternschnuppe“, einen Verein, der sich für Kinder und Jugendliche einsetzt, zusammengekommen und im letzten Jahr ergab der Bierathlon 3100 Euro für den gemeinnützigen Verein „Rheingauer Jugend für Afrika“.

Jetzt also gingen die jungen Kolpingmitglieder und ihre rund 60 ehrenamtlichen Helfer in die dritte Runde: Seit einem halben Jahr hatten sie mit viel Engagement die Rallye vorbereitet, Ideen für neue Spielstationen gesammelt, mit „Bierstadter Gold“ einen Sponsor für die „Hauptzutat“ an Bord geholt, auf dem ehemaligen Koepp-Gelände als Start- und Zielpunkt eine Partylocation mit Bühne eingerichtet, für Verpflegung durch einen Caterer-Grillstand gesorgt, einen Getränkestand aufgebaut, an dem es neben Bier auch alkoholfreie Getränke gab, und eine eigene Cocktailbar installiert. Auch coole Musik, darunter mit DJ „Biddie“ und „Basskuhs“ richtige Stars an den Mixern, die auch in Frankfurt und am Ballermann auf Mallorca auflegen. Hier fand am frühen Abend die Aftershow-Party statt und auch rund um die Siegerehrung war fröhliches Feiern angesagt. Denn trotz des eher kalten, aber glücklicherweise trockenen Wetters war allerbeste Laune bei allen Teilnehmern angesagt. Auch Bürgermeister Carsten Sinß war von dem fröhlichen Festverlauf und der guten Organisation sehr angetan und lobte die jungen Veranstalter.
Die meist bunt kostümierten Teams selbst feierten auf der ganzen Tour entlang der Spielstationen mit mitgebrachter Musik, Bier und Proviant in den Bollerwagen ausgelassen und hatten einfach nur „Spaß an der Freud“. „Schade, dass es schon vorbei ist, es hat so viel Spaß gemacht. Endlich gibt es mal etwas, bei dem die Generationen zusammen so viel Spaß haben können, gemeinsam lustige Situationen erleben, sich sportlich betätigen können, lachen und feiern. Es war einfach nur toll!“, erklärten die Bierfreunde am Ziel gut angekommen fröhlich.
Lob und Anerkennung gab es von allen Seiten für das Engagement der jungen Leute, denn der Aufwand, den die Organisatoren betrieben hatten, war riesig und bestens gelungen. Und dass das Ganze Riesenspaß machte, war den knapp 250 Teilnehmern anzusehen: die 50 Teams, die aus dem ganzen Rheingau von Lorch bis Wiesbaden, Frauenstein, Schierstein und weit darüber hinaus mit ihren Bollerwagen und in witzigen Kostümen angereist waren, sah man in lustigen Runden unterwegs von Station zu Station laufen. Eine Gruppe war sogar 500 Kilometer weit angereist: Denn die Ideengeber aus Medebach im Sauerland, wo die Oestricher Gastgeber erstmals einen Bierathlon erlebten, waren auch in den Rheingau gekommen.

Im Vordergrund standen natürlich die witzigen Aufgaben, die es neben dem Leeren eines Kastens Bier im Rahmen der Rallye zu bewältigen galt. So mussten die Teams in den Mini-Spielen verschiedene Prominente erkennen, aus Jenga-Steinen einen hohen Turm basteln oder besonders witzig mit aufblasen von Luftballons einen Becher weitergeben. Natürlich wurde auch immer die Zeit gestoppt und zusammen mit den ergatterten Punkten angerechnet. Das Siegerteam konnte dann am Abend den 1. Preis des 3. Oestricher Bierathlons entgegennehmen: die „Naija-Boyz" aus Oestrich-Winkel hatten das beste Challenge-Ergebnis auf der Strecke erreicht. Einen Preis gab es aber auch für den schönsten Bollerwagen, den die „AstOhr“ für ihr Mini-Wikingerschiff einheimsten. Das schönste Kostüm hatten die Rheingauer Pfadfinderinnen „Bierfinder“ vorzuweisen.

Ein Bericht von Sabine FLadung vom 28.05.2026.

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