Smoothie-Bike mit angebautem Mixer

08.07.2026

Erster Tag der Nachhaltigkeit in Oestrich-Winkel mit Fahrrad—Codierung, Natur- und Artenschutz, Abfalltrennung und vielem mehr

Seit 2015 gelten die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen. Sie sollen dazu beitragen, extreme Armut zu beenden, Ungleichheiten zu verringern, den Planeten zu schützen und Frieden sowie Wohlstand für alle Menschen zu sichern. Auch Oestrich-Winkel fühlt sich diesen Zielen verpflichtet, wie Bürgermeister Carsten Sinß bei der Eröffnung des ersten Nachhaltigkeitstags auf dem Oestricher Marktplatz erklärte.

Das Angebot breitete sich über den Marktplatz bis zum Kirchvorplatz aus und zeigte, wie Nachhaltigkeit im Alltag konkret werden kann. Dabei ging das Spektrum deutlich über die bekannten Themen Natur- und Klimaschutz hinaus. Die Polizei codierte rund 40 Fahrräder und setzte damit ein Zeichen für nachhaltige Mobilität und Werterhalt. Mit einer Rauschbrille konnten Besucher zudem erleben, wie Alkohol die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigt.
Kita und Grundschule zeigten, wie Nachhaltigkeit schon in der frühkindlichen Bildung beginnt. Gleich daneben informierte der NABU über Natur- und Artenschutz. Der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft (EAW) des Kreises erläuterte Fragen der Abfalltrennung, Entsorgung und Kreislaufwirtschaft.

Für Aufmerksamkeit sorgte das Smoothie-Bike mit angebautem Mixer: Wer seinen Smoothie genießen wollte, musste ihn sich vorher mit schweißtreibendem Einsatz selbst erradeln. Wer lieber auf einem echten Rad unterwegs war, konnte sich dem Fahrradbeauftragten der Stadt, Karlheinz Kraft, anschließen. Im Rahmen des noch bis Samstag laufenden Stadtradelns bot sich so die Gelegenheit, weitere Kilometer für das eigene Fahrtenbuch zu sammeln.
Das Modell einer Schwammstadt machte deutlich, wie wichtig die Rückhaltung von Wasser bei Starkregen ist — zum Schutz von Eigentum, Infrastruktur und Gesundheit. Die Behindertenbeauftragten der Stadt luden dazu ein, selbst zu erfahren, welche Schwierigkeiten das Pflaster auf dem Marktplatz Menschen mit Rollstuhl oder Rollator bereitet. Beim Naturpark Rhein-Taunus konnten sich die Besucher über das Wanderwegenetz und die neue Markierungssystematik informieren. Zahlreiche weitere Stände widmeten sich einzelnen Aspekten der Nachhaltigkeitsziele.

Bei heißem Sommerwetter blieb das Interesse der Besucher eher verhalten. Für das leibliche Wohl sorgte unter anderem das Weingut Mack; Abkühlung gab es beim örtlichen Eissalon. So verband der erste Nachhaltigkeitstag Information, Mitmachangebote und Begegnung – und zeigte, dass Nachhaltigkeit viele Gesichter hat.

Ein Bericht von Sabine FLadung vom 08.07.2026.

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