Riesling & Spätburgunder

Rebsorten:

  • Riesling 78 %
  • Spätburgunder 12 %
  • Sonstige 9 %

Riesling

Rieslingtraube

Er ist die Weißweinrebsorte Deutschlands: der Riesling wird schon seit dem 15. Jahrhundert in allen Weinbaugebieten Deutschlands sortenrein erzeugt und besticht durch seine geschmacklich Vielfalt die Weinkenner auf der ganzen Welt. Fast die Hälfte der weltweiten Rieslingproduktion entsteht in Deutschland.

Im Rheingau ist der Riesling die dominierende Rebsorte: rund 80 Prozent der Weinberge entlang des kleinen, feinen Anbaugebietes am Rhein sind mit Rieslingreben bestockt. Denn gerade die exklusive Lage im Rheintal bietet der langsam reifenden Traube optimale Bedingungen: dank des milden Klimas und der warmen Tage mit viel Sonnenschein gibt es eine lange Vegetationsperiode - denn nachts wird die Hitze des Tages unterbrochen durch kühlere Nächte, in denen die Rebe zur Ruhe kommt. Dieser Rhythmus verhilft den Weinen zu einer besonders ausgefeilten Aromatik. So kommt es zu einem ganz wunderbaren Weißwein, der ein unvergleichlich filigranes Spiel von Aromen und Säure bietet.

Typisch für den Riesling sind Pfirsich- und Apfelaromen, oft auch Anklänge an Zitrusfrüchte.

Und die Reben kommen auch mit unterschiedlichen Böden zurecht, ja bieten auch hier eine schmackhafte Vielfalt im Terroir. Denn ob ein Wein auf schweren Löß- oder mineralischen Schieferböden gewachsen ist, lässt sich deutlich herausschmecken. Begünstigt durch den Klimawandel reifen die Trauben heutzutage früher aus. Der im Mostgewicht ausgedrückte Zuckergehalt ist im Vergleich zu vergangenen Zeiten deshalb deutlich gestiegen, die Weine bleiben jedoch, nicht zuletzt wegen der prägnanten Säure, immer elegant, weisen aber höhere Alkoholwerte auf als noch vor 20 Jahren. Qualitätsbezeichnungen wie „Spätlese“ oder „Kabinett“ sind eng mit dem Riesling verbunden und historisch belegbar sogar im Rheingau entstanden.

Mit umweltschonendem bis hin zum biodynamischem Weinbau zeigen die Rheingauer Winzer aber auch ihre Verantwortung für die Natur, von der sie leben. Und nicht zuletzt ist die Existenz der weltbekannten Weinbau-Hochschule in Geisenheim Beleg dafür, dass man stetig an der Weiterentwicklung arbeitet.

Spätburgunder

Spätburgunder

in Frankreich Pinot Noir. Stammt vermutlich von einer burgundischen Wildrebe ab. Verbreitung: Hauptanbaugebiet ist Burgund. In Deutschland vor allem an der Ahr, in Baden, im Rheingau (v.a. Assmannshausen) und in der Pfalz. Die Sorte braucht im gemäßigten Klima Zeit zur Reife, bringt jedoch in guten Jahren herausragende Weine mit Kraft und Fülle hervor. Besitzt eine große Lagerfähigkeit. Farbe: ziegel- bis tiefrot. Aromen: Brombeere, Waldbeere, Himbeere, Kirsche, Rauch, Leder; Geschmack: samtig, mit feiner Säure und gehaltvollem Körper. Essen: Braten von Wild und Rind, würziger, fettarmer Käse.

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