Musik satt in der Brentanoscheune

27.04.2023

Frank Zimmermann und Dunja Koppenhöfer trafen auf Klavier & wir und Friends“ in der Brentanoscheune

Winkel. (sf) Unglaublich, wie unser Publikum reagiert hat“, freut sich Dunja Koppenhöfer und zitiert Gäste-Stimmen wie „Was für ein Abend!“, „Mehr geht nicht!“ oder „Ihr habt einer ernüchterten Musikwissenschaftlerin die Hoffnung auf echte und lebendige Musik zurückgegeben.“ Diese Reaktionen auf das Konzert „Frank & Dunja treffen Klavier & wir – and Friends“ in der Brentanoscheune freuten die Gastgeber riesig. „Es war mal wieder ein Abend mit einem rundum stimmigen Programm, mit Musik vom Feinsten und vielen besonderen Überraschungen!“, halten die Rheingauer Sängerin und Vocal-Coach Dunja Koppenhöfer und der Bereichsleiter der Malteser Frank Zimmermann fest und freuen sich, das einfach immer etwas Gutes dabei herauskommt, wenn sie sich zusammentun.

Die große Freude begann schon, als Veranstalter Wolfgang Junglas noch vor Beginn der Show stolz die Durchsage machte: „Wir haben die Schallgrenze von 200 Besuchern soeben überschritten. Und es stehen immer noch Menschen vor der Tür.“

Die bekamen dann auch alle tüchtig etwas auf die Ohren an diesem Abend: Los ging es noch mit einem ruhigen Lied eingebettet in ein stimmungsvolles Streicher-Arrangement mit spanischem Text, wunderschön vorgetragen von Magda Rogler, Nadine Ruppershofen von „Klavier & wir“ und Frank Zimmermann. Der Auftaktsong stammt aus der Feder des Gastgebers Frank Zimmermann und das „Streicher-Gedöns“ von einem befreundeten Arrangeur, der im Verlauf der Show auch noch zu sehen war.

Mit gewohntem Schwung betrat dann aber auch Dunja Koppenhöfer die Bühne und begrüßte erst mal die vielen Gäste: „So viele Leute, das ist ja der Hammer!“. Ganz schnell ließ sie dann auch klarwerden, dass dieser Abend kein gewöhnliches Konzert werden wird, sondern ein Happening, „dass die Brentanoscheune so noch nicht gesehen hat!“. In kleinen Statements erläuterten alle Protagonisten des Abends, dass sie sich alle über die Musik zueinander gefunden haben. „Und genau darum geht es heute Abend gehen wird: Wir wollen mit Freunden Musik machen und dabei den größtmöglichen Spaß haben!“, so Koppenhöfer und versprach, von Duo bis Ensemble, von alten Klassikern über Eigenkompositionen bis modernsten Popsong ein sehr buntes Programm.

Dass bestätigte dann schon das erste Terzett mit Magda Rogler, Nadine Ruppershofen von „Klavier & wir“ und Dunja Koppenhöfer: mit einem besonders liebevoll arrangierten Billy Joel Medley machten die Mädels klar, in welcher Qualität an diesem Abend Musik präsentiert wurde. Auch Rogler und Ruppershofen als das Duo „Klavier & wir“ begeisterte mit einer ruhigen Neuinterpretation des Popsongs „Crazy“ von Gnarls Barkley. Thema war auch das Sommerfestival am 10. und 11. August im Garten der Brömserburg in Rüdesheim: „In diesem Jahr zum 4. Mal in Folge und mit großer Aussicht aufwachsende Besucherzahlen, wollen wir ein Festival auf die Beine stellen, um den Verein „Du musst kämpfen“ zu unterstützen!“, so Zimmermann und Koppenhöfer, die auch Michael Franken vom Vorstand dieses Vereins auf die Bühne baten. Er erklärte, dass der Verein die Familien krebskranker Kinder unterstützt und Therapien, die noch nicht von den Krankenkassen übernommen werden, mitfinanziert. „Ich hatte die Idee zum Benefiz-Konzert im Sommer 2020, als der Lockdown meine Freunde in Spanien so hart traf. Zur Aufmunterung schickte ich täglich ein Musikvideo, das ich mit vielen musikalischen Freunden aufnahm und diese Musiker lud ich dann zum Festival-Konzert in die Brömserburg ein. Doch ohne Unterstützung und Promotion geht nichts“ erklärte Frank Zimmermann und dankte den vielen Geldgebern. Als einer der Unterstützer gehört die Rheingauer Volksbank zu den eifrigsten. Hier war Volksbank-Vertreter Andreas Braun auf die Bühne gekommen, der begeistert erzählte, dass seine Bank gerne solche kulturellen Projekte mit Benefiz-Hintergrund finanziell unterstützt. „Auch in diesem Jahr werden in Rüdesheim viele der Künstler wieder zu sehen und hören sein, die die Bühne auch heute Abend rocken!“, versprachen Dunja und Frank.

Das Konzertprogramm in der Brentanoscheune setzte dann am Sonntagabend die grandiose Sängerin Selina Schlier aus Eltville fort: sie verzauberte die Gäste mit ihrem weichen Timbre, einer elektrisierenden Leidenschaft und ihrer großen Virtuosität. Im Duett mit Dunja Koppenhöfer gab es „Flowers“ von Miley Cyrus auf die Ohren. Witzige Details gab es obendrein, dass Selina zum Beispiel ein riesiger Fan ist und ihre Mutter jahrelang unter „Hannah Montana“ leiden musste. Doch die Inhaberin der „Kostbar“ in Eltville nimmt das bis heute gelassen, ist bekennend der größte Fan der eigenen Tochter und fotografierte stolz ihre Selina auf der Bühne. Gemeinsam mit Frank Zimmermann im Duett und begleitet von Nadine Ruppersthofen am Keyboard gab es dann noch eine besonders ergreifende „Tochter-Vater“-Version des Klassikers „You Are The Reason“ von Calum Scott mit Selina Schlier.

Danach konnte Frank Zimmermann mit dem Frankfurter Spanier Elias Feijoo Gomez einen Künstler vorstellen, der „extra von weit angereist sei“, wie er mit augenzwinkerndem Humor erklärt. Elias spannte den musikalischen Bogen gemeinsam mit Dunja im Duett mit seiner selbst geschriebene Pop-Ballade „Porque te vas“ („Warum gehst du“) mit einfühlsamer Leidenschaft weit und begeistert das Publikum. Obendrauf gab es noch ein Terzett mit Elias Feijoo Gomez, Frank Zimmermann und Dunja Koppenhöfer als „Knallbonbon der Fröhlichkeit“ kurz vor der Pause: Statt „Olé!“ erklang „Bembel!“ und gesucht wurde die Zuschauernähe der beiden Herren, die als mexikanische Gitarreros singend durch den Saal flanierten. Zu dritt gab es dann noch „Sierra madre“ mit Ponchos, Sombreros und Blockflöte zu hören und sehen.
In der Pause wurden schon die ersten druckfrischen Eintrittskarten für das Sommerfestival verkauft und man konnte sich genauer über die Arbeit des Vereins „Du musst kämpfen“ informieren und am Stand Armbänder mit der Aufschrift „Du musst kämpfen“ gegen eine freiwillige Spende erwerben.

Der zweite Teil des Abends startete mit einem mystischen „Hurricane“ von The Band of Heathens, vorgetragen von Zimmermann mit Gitarre und Gesang und den beiden Damen Rogler und Ruppershofen von „Klavier & wir“. Dazu sorgte die gelungene Lichtstimmung und der großartige Sound von STUDIO22 an diesem Abend bei den Zuschauern für Gänsehaut pur. Nochmal ein neuer Gast, den Frank Zimmermann in einer weiteren Formation kennen gelernt, kam auf die Bühne und spielte eine wunderbare Version auf der Trompete zum Max Raabe-Hit „Küssen kann man nicht alleine“. Mit ihrer Trio-Version des Musical-Songs „A Million Dreams“ aus The Greatest Showman machten erneut Selina Schlier, Magda Rogler und Nadine Ruppershofen deutlich, wie Musik und insbesondere Gesang verbindet und ein Publikum so richtig dahin schmelzen lässt.

Wer dachte, das seien die Highlights gewesen, wurde von dem „Rumbareros“, eine neu gegründete Formation rund um die beiden Gitarristen und Sänger Frank Zimmermann und Stefan Glass, eines besseren belehrt: „Cancion del Mariachi“ aus dem gleichnamigen Film gab es auf die Ohren und mit Bass Sebastian Beigel und Timo Görlich an Trompete und Percussion entführte das Quartett die Zuschauer in die musikalisch exotische Welt Mexikos. Mit „La Bamba“ von Los Lobos machen die „Rumabreros“ die Brentanoscheune zur Tanzfläche und kaum einer konnte noch die Füße stillhalten. Doch die Party war noch lange noch zu Ende: zum „Nachschlag“ und großen Finale kamen alle Beteiligten des Abends noch einmal zusammen auf die Bühne und gaben noch die beiden Eigenkompositionen von Frank Zimmermann „La Musica“ und „Freunde in der Not“ zum Besten. Auch danach ließ das Publikum die Künstler nicht von der Bühne: Unter frenetischem Beifall kam die lauthals eingeforderter Zugabe, bei der Elias Feijoo Gomez, Selina Schlier, Mathis Bösel, Luis Diaz, die „Rumbareros“, „Klavier & wir“, Dunja Koppenhöfer und Frank Zimmermann zum Abschluss den Hit „Zusammenstehn“ präsentierten und das Konzert fröhlich beendeten.

Ein Bericht von Sabine Fladung vom 27.04.2023.

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