Frischer Apfelsaft und Kürbissuppe
15.10.2026
Triangelis-Gemeinde feierte mit dem Verein Umweltzukunft Rheingau ein Apfelkelterfest zum Erntedank
Erbach. (sf) Verführerisch gut roch es am vergangenen Sonntag weithin rund um die Erbacher Johanniskirche: Köstlichkeiten aus heimischen Früchten und Gemüse lockten hier anlässlich des Erntedankfestes viele Gäste an. Gemeinsam mit dem Verein Umweltzukunft Rheingau hatte die Evangelische Kirchengemeinde Triangelis zu einem programreichen Gemeindefest und Apfelkelterfest eingeladen. Zum ersten Mal feierte man gemeinsam und das gesellige Fest wurde ein voller Erfolg. Bisher lud der Verein Umweltzukunft an verschiedenen Plätzen zu dem Apfelkelterfest, dass seit vier Jahren unter der Regie des Vereines stattfindet.
Die gelungene Kooperation mit der Triangelis-Gemeinde begann am Sonntag mit einem sehr besinnlichen Gottesdienst in der Johanniskirche, den Pfarrer Ralf Gmelin zelebrierte. Musikalisch umrahmt wurde der Erntedankgottesdienst mit passend geschmücktem Altar vom evangelischen Posaunenchor und dem Organisten Andreas Karthäuser. Besonders eindrucksvoll war auch der rockige Ausklang des Gottesdienstes mit Saxophonistin Gerda Kauzmann.
Danach waren die Gottesdienstbesucher und alle Gäste, die sich von dem schönen Fest mit den guten Gerüchen anziehen ließen, zum fröhlichen Beisammensein rund um die Kirche eingeladen. Im Gemeindezentrum wurde von der Triangelis-Gemeinde leckere Suppe ausgegeben: Zwischen hausgemachter Kürbissuppe und Erbsensuppe war die Qual der Wahl nicht einfach: Deshalb probierte man am Besten beide Suppen. Zum Nachtisch gab es dann süße Verführungen an der langen Kuchentheke des Vereines Umweltzukunft Rheingau. Rund ein Dutzend selbstgebackener Kuchenträume gab es hier und der Apfel stand auch hier schon im Mittelpunkt.
Denn um den Apfel drehte sich bei diesem Fest einfach alles. Schon zur Begrüßung gab es eine lange Theke mit einem Dutzend alter Apfelsorten, die man probierenund erschmecken durfte. Die Äpfel stammten alle aus der Pomologie in Geisenheim, Der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen, der sich unter anderem in Geisenheim für den Erhalt alter Apfelsorten einsetzt, hatte dem Verein Umweltzukunft Rheingau die Äpfel und umfangreiches Informationsmaterial zur Verfügung gestellt.
Ein Stückchen weiter dann hatten Sabine und Michael Herner eine Apfelkelterstation aufgebaut. Die beiden Wallufer haben es sich zum Hobby gemacht, aus Streuobst köstlichen Saft zu keltern und bieten in ihrem Zuhause den Service an, das man Äpfel und Obst zum Keltern vorbeibringen kann.
Für den Verein Umweltzukunft Rheingau kelterten sie erstmals Äpfel. Der erzeugte Saft konnte direkt vor Ort probiert und gekauft werden. Über 200 Kilogramm Äpfel wurden zunächst gehäckselt und der Apfelbrei dann mit einer wasserbetrieben Blasebalg-Kelter ausgepresst. Vor allem auch die Kinder hatten großen Spaß, die Äpfel, die Sabine Herner sorgfältig gewaschen und ausgelesen hatte, in den Hecksler zu werfen. „Die Mischung macht den guten Geschmack“ wusste Klaus Spieler aus Obermörlen-Langenstein, der die Streuobstäpfel zum Keltern mitgebracht hatte. Der Fachmann im passenden Apfelhemd konnte den interessierten Besuchern viel über die verschiedenen Apfelbäume, die Pflege von Streuobstwiesen und die Apfelsorten erzählen. Auch Infos, wie man Apfelbäume richtig schneidet, bekam man von ihm.
Viele der Gäste nahmen in kleinen Kanistern den frisch gekelterten Apfelsaft mit nach Hause. Dazu gab es vom 2. Vorsitzenden des Vereines Umweltzukunft Helmut Fell außerdem selbstgemachtes Apfelschmalz, das auch auf Brot zu verkosten war.
Mit dem Erlös des bunten Apfelfestes will der Verein Umweltzukunft seine vielen Projekte realisieren. Dazu gehören neben der Fahrradwerkstatt im Eltviller Gymnasium, die im nächsten Jahr wieder stattfinden soll, das Beleben der Allee im Marixgarten zur Erbacher Straße hin und hier soll zur Kiedricher Straße hin auch ein 15 Meter langes Hochbeet eingerichtet werden, das man mit klimaresilienten Pflanzen bestücken will.
Ein Bericht von Sabine Fladung vom 15.10.2026.
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