Eine Königin und zwei Kronen: Matilda ist neue Weinkönigin
27.08.2026
Maxi Alexa Dries verabschiedete sich nach sechs Jahren als Majestät der Rüdesheimer Winzer
Rüdesheim. (sf) Matilda Zöller heißt die neue Rüdesheimer Weinkönigin, die am Samstagabend beim Rüdesheimer Weinfest von ihrer Vorgängerin Maxi Alexa Dries die goldene Krone übernahm. Die junge Frau ist mit gerade mal 19 Jahren schon zwei Jahre als Weinprinzessin der Rüdesheimer Winzer im Amt und kann auf viele Repräsentationstermine zurückblicken. Im kommenden Jahr wird sie das Abitur an der Rheingauschule ablegen und auf ihre bevorstehende Amtszeit freut sich die gebürtige Rüdesheimerin sehr. Die neue Königin, die bei der TG Rüdesheim auch Handball spielt, im Chor singt, als Gruppenleiterin im Rüdesheimer Zeltlager agiert und im Rüdesheimer Karnevalverein tanzt, wird vom Patenweingut Georg Breuer unterstützt und machte am Samstag vor allem auch ihren Papa, Stadtverordnetenvorsteher Tobias Zöller mächtig stolz, wie er sagte.
Bevor Matilda aber die Weinköniginnenkrone übernahm galt es einer besonders verdienten junge Frau für ihr engagiertes Wirken in diesem Amt um den Rüdesheimer Wein gebührend zu danken: Maxi Alexa Dries hatte sechs Jahre lang eine Rüdesheimer Weinkrone getragen und sich auch beruflich dem Weinbau verpflichtet. Die heute 23jährige Rüdesheimerin übernahm schon 2020 das Amt der Rüdesheimer Weinprinzessin und absolvierte parallel eine Ausbildung zur Winzerin. Mit der Gesellenprüfung in ihrem Ausbildungsbetrieb, dem renommierten Rüdesheimer Weingut Leitz kam dann auch beim Rüdesheimer Weinfest 2024 der Eintritt in das Amt der Rüdesheimer Weinkönigin. Damals wie auch bei der Abdankung im Publikum die gestandene Rüdesheimer Bäcker-Dynastie aus der Maxi kommt: Ihr Vater ist der bekannte Bäckermeister Stefan Dries und auch Opa Paul Dries der Gründer der Bäckerei waren zu Recht stolz auf das, was Maxi für den Rüdesheimer Wein geleistet hat. Und nicht nur als Rüdesheimer Weinkönighin hat sich Maxi Dries einen guten Namen gemacht, sie ist auch ehrenamtlich in der Jugendbetreuung der Pfarrgemeinde Heilig Kreuz engagiert und tanzt auch beim Rüdesheimer Carneval Verein, dessen Sitzungspräsident ihr Vater ist.
„Maxi, du hast Deine Sache wirklich gut gemacht! Du hats unserem Weinfest ein Gesicht gegeben und vor allem hast Du diesem Amt Deine ganz persönliche Note gegeben. Mit Deinem Engagement, Deiner Herzlichkeit und Deiner Begeisterung.“, lobte auch Bürgermeister Dirk Stuckert in seiner Abschiedsrede für die scheidende Weinkönigin und dankte ihr herzlich dafür . Im Rahmen des Krönungsaktes beim Rüdesheimer Weinfest, den die ehemalige Rüdesheimer Weinkönigin Mariett Schmoranz charmant moderierte, wurde die bisherige Rüdesheimer Weinkönigin Maxi aus ihrem Amt verabschiedet. Sie selbst erklärte, dass sie auf eine wunderschöne Amtszeit zurückblicke und vor allem auch mit den Prinzessinnen Matilda, Henriette, Emma und Mariella viel Spaß gehabt habe. Sie dankte allen, die sie seit ihrer Prinzessinnenkrönung 2020 mitten in der Corona-Pandemie während des damals veranstalteten „Weinbummels“ im Garten der Brömserburg unterstützt hatten. Sechs Jahre lang war Maxi Alexa Dries eine Rüdesheimer Weinmajestät, zwei Jahre davon als Königin.
Mit einem Tränchen in den Augen nahm sie schließlich die Rüdesheimer Weinkrone vom Kopf und krönte damit ihre Nachfolgerin Matilda Zöller. Rührend waren auch die Dankesworte, die die neugekrönte Rüdesheimer Weinkönigin an Maxi Dries richtete: Du hast gezeigt, wie viel mehr hinter einer Krone steckt als nur ein schönes Kleid und ein Titel. Es geht darum, Rüdesheim, unseren Wein und unsere Winzer mit Herzblut zu repräsentieren, Menschen zusammen zu bringen und unsere Traditionen weiterzutragen.“, sagte die neue Weinkönigin. Für sie sei die Krönung ein ganz besonderer Moment und ein Wunschtraum gehe in Erfüllung: „Ich darf die neue Rüdesheimer Weinkönigin werden. Ein Amt, auf das ich mich sehr freue und das ich mit ganz viel Dankbarkeit, Stolz und Respekt annehme. Ich möchte diese Amt nutzen, um unsere Stadt, den Wein und vor allem die Menschen dahinter mit ganz viel Freude und Stolz zu vertreten.“, erklärte sie und dankte vor allem auch ihrem Vater Tobias Zöller für die Unterstützung.
Weiterhin im Amt bleiben die drei amtierenden Prinzessinnen Henriette Bohl, Mariella Bickelmaier und Emma Schregel. Henriette Bohl ist gerade mal 18 Jahre alt und absolviert an den Beruflichen Schulen Rheingau in Geisenheim ihr Fachabitur im Bereich Wirtschaft und Verwaltung und wird vom Patenweingut Adolf Störzel unterstützt. Die 19jährige Emma Schregel ist eine waschechte Rüdesheimer Winzerstochter aus dem Weingut Schregel, das ihr Bruder betreibt und sie auch als Pate unterstützt. Sie absolviert an den Beruflichen Schulen eine Ausbildung zur Erzieherin. Die 18jährige Mariella Bickelmaier, die eine Ausbildung zur Winzerin an der Geisenheimer Hochschule absolviert, hat als Patenweingut das Weingut Fendel an ihrer Seite.
Zwei neue Kronen
Aber auch für die Weinprinzessinnen gab es eine krönende Überraschung: Nachdem sich 2024 erstmals vier Weinprinzessinnen für das Repräsentationsamt gefunden hatte, habe man im Rathaus erstmal suchen müssen, ob es auch so viele Kronen gibt, wie der damalige Bürgermeister Zapp bei der Krönung vor zwei Jahren bekannte. Jetzt gibt es ausreichend Kronen, denn der WFT hatte extra für die Weinprinzessinnen zwei neue, würdige Kronen, verziert mit Weinlaub rund um die stilisierte Germania von der Assmannshäuser Goldschmiedin Katharina Tettenborn anfertigen lassen. Feierlich setzten Maxi und Matilda den Weinprinzessinnen die neuen Kronen ins Haar und dankten alle gemeinsam dem WTF für diese Unterstützung. Mit von der Partie bei der Krönung waren auch die Assmannshäuser Weinmajestäten Carlotta und Marie.
Stolz und Dank anlässlich der Tatsache, dass Rüdesheim so motivierte Repräsentantinnen besitzt, prägten alle Grußworte auf der großen Bühne.
Und riesigen Applaus gab es natürlich auch vom Publikum: viele hundert Gäste hatten sich am Samstagabend zum feierlichen Höhepunkt der Krönung der neuen Majestäten auf den festlich geschmückten Marktplatz gefunden und feierten fröhlich den Rheingauer Riesling und seine Repräsentantinnen.
Ein Bericht von Sabine FLadung vom 27.08.2026.
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