Grandiose Magic Bike Parade ließ den Rheingau erbeben

13.06.2026

Chromblitzende Parade mit rekordverdächtiger Teilnahme bei idealem Ausfahrwetter

Rheingau. (sf) Ganz hintendran kam er vorsichtig angerollt, weil sein Roller in mitten der Parade schlapp gemacht hatte, doch der „bayrische“ Teilnehmer in Originaltracht auf seinem Gefährt ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und tuckerte der Parade hinterher. „Des macht viel zu viel Spaß, um jetzt aufzuhörn“, so der trotz des Malheurs gutgelaunte Teilnehmer der großen Magic Bike Parade 2026. Bei idealem Ausfahrwetter mit Sonne und nicht zu heißen Temperaturen hatten Teilnehmer wie Zuschauer riesigen Spaß an dem Spektakel, das seit 24 Jahren als alljährlicher besonderer Höhepunkt der Magic Bike gilt. Denn wieder einmal ließ ein tiefes, langanhaltendes Brummen am Samstagnachmittag von Assmannshausen bis Hallgarten den Rheingau erbeben: mit rekordverdächtigen 2500 chromblitzenden Motorrädern, kuriosen Bikes, Trikes und amerikanischen, italienischen und deutschen Polizeifahrzeugen bahnte sich die legendäre Parade der Magic Bike ihren Weg durch die Gassen, an denen Zuschauer sich mit Liegestühlen, Getränkeständen und ganzen Lagern wieder gemütlich auf das Zuschauen und Zuwinken der großen Parade der Magic Bike eingerichtet hatten.

Pünktlich zum Aufstellen der Motorräder in Assmannshausen bezogen auch die Rheingauer und viele Gäste auf den Straßen ihre Posten, richteten sich ein, feierten richtige kleine Partys und warteten gespannt auf das erste Röhren der Motoren der Bikes. Dank des passenden Wetters waren auch diesmal endlich wieder weit über 2000 Paradeteilnehmer mit von der Partie und stellten ihre wertvollen, blitzeblank geputzten Maschinen vor. In den letzten drei Jahren war das Wetter mit Gewitter und Regen der Parade nicht immer hold gewesen, deshalb freuten sich alle, dass diesmal so viele stolze Besitzer der wertvollen Maschinen das gute Wetter nutzten, um ihre chromblitzenden Schätzchen bei der Parade zu präsentieren.

Von Rüdesheim über Geisenheim und Johannisberg fuhren die Motorräder durch Oestrich-Winkel und hoch nach Hallgarten, wo die Parade diesmal endete. Da in Eltville die Rosentage stattfanden, gab es diesmal keine Fahrt bis dorthin. An der Strecke hatte man als Zuschauer mittendrin das Gefühl, die Parade würde gar nicht mehr aufhören. „Ist das nicht toll?“ riefen sich die Zuschauer am Rand begeistert zu. „Seit einer halben Stunde schon fahren hier tausende Motorradfahrer vorbei und winken“, begeisterten sich einige neue Gäste der Parade am Wegesrand. „Ich schätze, das waren fast 3000 Motorräder, die diesmal hier vorbei gefahren sind“, meinte ein weiterer Motorradfan. Die Begeisterung war überall zu spüren bei den Zuschauern. Immer wieder gab es zur Freude aller auch „kleine Staus“ und die Parade zog nicht nur schnell vorbei. Die Leute freuten sich, wenn es an einigen Stellen auf der Strecke zu langsamem Fahren oder gar einem Halt kam und es gab die Chance, die vielfältigen Maschinen näher anzuschauen oder auch mal mit den Bikern ein Wort zu wechseln. Auch ein „High-Five“ mit den begeisterten Kindern am Rand gab es dann von den Bikern. Doch vor allem echte Bewunderung wurde dann immer mitgeteilt für die vielfältigen „Schätzchen“, die zu sehen waren.

Mit von der Partie waren auch wieder auffallend viele amerikanische Polizeiwagen, die mit Sirenengeheul wie in alten US-Krimis auf sich aufmerksam machten. Besonders witzig war auch der original italienische Carabinieri-Wagen, der bejubelt wurde, und aus dessen Fenster die Mitfahrer winkten. Und natürlich gab es auch wieder Szenen zum Schmunzeln wie die witzigen „Krümelmonster“ mit den passenden blauen Puscheln auf dem Helmen, ein Hund im Rucksack mit Fliegerbrille über der Schnauze, mal ein winkendes Schwein als Sozius, offenherzige Schönheiten ganz in pink oder auch mal in rot auf den passenden, tollen Bikes, Plüschohren auf dem Helm und immer wieder wurden die begeisterten Zuschauer am Wegesrand mal „abgeklatscht“. Aus manchem Beiwagen wurde im schnellen Vorbeifahren gewunken und zugerufen, dazwischen immer wieder mal Sirenen und Kuriositäten wie eine amerikanische Firefighter-Maschine in knallrot. Mit dabei waren auch mindestens zwei Dutzend Buggys und Trikes in allen Ausführungen. Besonderer Hingucker war auch das die Parade anführende Cabrio, auf dessen Heck es sich die Weinmajestäten gemütlich gemacht hatten und königlich die vielen Gäste am Wegesrand grüßten.

Die Motorradstaffel der hessischen Polizei führte die Parade traditionell an und viele hundert Motorräder später rollte dann auch der offizielle Abschlusswagen der Polizei an den Zuschauern vorbei. Mit ganz vorne dabei waren auch wieder die Macher der Magic Bike, die legendären „Buddies“ zu sehen, die mit berechtigtem Stolz auf ihren Motorrädern strahlten.

Von Assmannshausen aus war die Motorrad-Parade mit diesmal auch vielen einheimischen jugendlichen Bikerfans gestartet, die durchaus auch mal auf dem Roller oder der Dax statt mit dem sonst üblichen, blitzenden amerikanischem Chrom unterwegs waren. Durch das Festgelände in Rüdesheim nach Geisenheim, Johannisberg und Winkel fuhren die Biker. Weiter ging es dann bei trockenem Wetter in der Hauptstraße nach Mittelheim, Oestrich hoch nach Hallgarten und von da nach einer Runde durch den Ort über die B 42 zurück nach Rüdesheim.

Ein Bericht von Sabine FLadung vom 13.06.2026.

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