Heimat, Boden und Wein bei der Fête Terroir gefeiert
16.05.2026
700 Gäste aus drei Generationen hatten riesigen Spaß bei innovativer Weinparty im Biebricher Schloss
Rheingau. (sf) Was für ein Fest: mit einer rauschenden Party im Biebricher Schloss feierte die Rheingauer Weinwerbung GmbH, in Kooperation mit dem Rheingauer Weinbauverband e. V., der Rheingau-Taunus Kultur und Tourismus GmbH und der Wiesbaden Congress & Marketing GmbH mit 700 Winzern, Ehrengästen, Politikern und begeisterten Weinfreunden aus drei Generationen das, was den Rheingau ausmacht: Heimat, Boden und Wein. Auffällig viele junge Leute waren der Einladung gefolgt, um in ausgelassener Stimmung und eleganter Atmosphäre die gesamte Bandbreite an Weinen, Kulinarik, Qualität und Vielfalt der Region zu genießen. Denn ganz klar wurde im Rahmen der Fête Terroir der Rheingauer Wein gefeiert. Und das aus gutem Grund, schließlich hat das Premiumprodukt seit Jahrhunderten den Rheingau und seine Menschen geprägt und weltbekannt gemacht. Die Rheingauer Weinwerbung hat es sich zur Aufgabe gemacht, diesen Umstand einmal im Jahr mit einer großen, innovativen Party zu feiern und das an einem einmalig schönen Ort, im Biebricher Schloss. Schon beim Gang durch den schönen Schlosspark sorgten die 700 Gäste in passender Festgarderobe bei Spaziergängern für große Aufmerksamkeit. Im Eingangsbereich begrüßten die freundlichen Gastgeber der Rheingauer Weinwerbung und zahlreiche aufmerksame Helfer die Gäste und überreichten mit verheißungsvollem Lächeln die Eintrittsbändchen. Drinnen erwarteten dann funkelnde Kronleuchter, weiß eingedeckte Stehtische und eine große Bühne in der Rotunde mit den wundervollen Deckenmalereien die Gäste. An drei großen Weintheken standen die Weinflaschen parat, die für einen herausragend schönen Abend sorgten.
Dominik Russler, seit 2022 Geschäftsführer der Rheingauer Weinwerbung, habe die Idee gehabt, das Jahresevent der Rheingauer Winzer in diesen einmalig schönen Räumen zu feiern. „Im Urlaub in Frankreich am Strand kam mir die Idee dazu. Da ich gute Kontakte zur Schloss-Leitung habe, konnten wir tatsächlich diese sonst nicht öffentlich zugänglichen Räumlichkeiten für die Fête Terroir gewinnen. Seitdem wird das Fest hier jedes Jahr gefeiert“, erklärte er. Die Rheingauer Weinwerbung ist die zentrale Kommunikations- und Marketingorganisation für das Weinanbaugebiet Rheingau. Kernaufgabe ist die Förderung des Absatzes Rheingauer Weine und Ziel ist es, durch geeignete Marketingmaßnahmen langfristig zur nachhaltig positiven Absatzentwicklung beizutragen. Was liegt da also näher, als jedes Jahr ein großes Fest rund um den Wein zu veranstalten, bei dem drei Generationen zusammenkommen, die Gäste direkt mit den Winzern in Kontakt kommen und alle gemeinsam das Premiumprodukt feiern. Bei der vierten Auflage der großen Party zeigte sich wieder einmal, dass dieses Konzept überaus erfolgreich ist. Mittlerweile hat sich der Erfolg der Fête Terroir weit herumgesprochen, sodass Gäste aus ganz Deutschland und darüber hinaus gekommen waren und die Party wieder einmal ausverkauft war. Mit dabei natürlich auch wieder ganz viele Rheingauer Gäste und Ehrengäste wie der ehemalige Bundesverteidigungsminister Dr. Franz-Josef Jung.
Mit einem Festakt in der Rotunde des Biebricher Schloss hatte das Fest glanzvoll begonnen. Klaus-Peter Willsch in Vertretung für Landrat Sandro Zehner eröffnete den Abend gemeinsam mit den Rheingauer Weinmajestäten Lena Roie, Alicia Kunz und Alina Bender. An diesem Festabend wolle man zeigen, dass der Rheingau in Bewegung ist, sich innovativ der Zukunft stellt und junge wie ältere Weinfreunde mitnehmen will. Mit der Fête Terroir am Samstagabend ist das voll gelungen: nicht nur die Rheingauer Winzer bekamen hier eine ganz besondere Plattform, auf der sie ihr ganzes Können und ihre Produkte im wunderschönen Ambiente des Schloss Biebrichs einem breiten Publikum präsentieren konnten. Auch der Zusammenhalt in der Region wurde hier sowohl bei den Veranstaltern und Organisatoren wie auch bei den Gästen im Alter von 18 bis 80 Jahren ganz deutlich: ein erlebnisreicher und ein mit allen Sinnen genussvoll erlebbarer Abend wurde bei der Fête Terroir im Biebricher Schloss geboten, die sich in den kommenden Jahren weiter zu einer guten Tradition entwickeln soll.
Nach dem offiziellen Teil, den die Rheingauer Weinmajestäten sehr charmant und souverän moderiert hatten, ging die Party erst richtig los: Rechts und links neben der Rotunde waren lange Weintafeln aufgebaut, an denen die Gäste unter Dutzenden roten, weißen und Rosé-Weinen die Qual der Wahl hatten, dazu gab es 14 exzellente Sekte an der Bar in der Rotunde im Ausschank und draußen vor dem Garten sorgten drei Foodtrucks aus dem Rheingau für das passende Essensangebot. Mit passenden Eintrittskarten waren die Weine alle im Preis inbegriffen, Flanierkarten gab es gerade auch für die jüngere Generation schon ab 65 Euro, die teuerste Karte, in der die exklusive Raritätenweinprobe, ein Menüteller „Pique-Nique Francais“ und die fachliche Moderation mit Ulrich Allendorf mit dabei waren, kostete 139 Euro. Denn neben den mehr als 100 verschiedenen Weinen der über 50 namhaften Rheingauer Weingüter im Ausschank gab es zwei innovative Tastings: Die Sektweinprobe „Bubbles“, frisch, charmant und humorvoll mit ganz viel Fachwissen moderiert von Katharina Höfling, zeigte ganz deutlich, was der Rheingau so kann und wohin die Reise geht. Im informativen Gespräch mit den sechs Erzeugern der vorgestellten Rheingauer Sekte erfuhren die Gäste Wissenswertes und ganz Persönliches. So berichtete Burkhard Kirchner vom jungen Erbacher Weingut Kisselbach, das er sich 2021 seinen großen Traum verwirklichte und nach vielen Winzerjahren in großen Rheingauer Weingütern sein eigenes Weingut gründete. „Aus den allerersten Weintrauben, die ich 2021 geerntet hatte, wollte ich etwas ganz Besonderes machen“, erzählte er. Es entstand ein Spätburgunder Rosé Sekt brut, der jetzt bei seiner Vorstellung mit dem Vinum Award für den besten deutschen Rosé Sekt ausgezeichnet wurde. Wie viel Handarbeit in einem solchen Glas mit „Bubbles“ steckt, was sich hinter der Rebsorte Auxerrois versteckt, wie man aus einer Sektlaune heraus zum Sekterzeuger wird und wie zwei junge Rheingauer Winzerinnen ihre Sektleidenschaft auf Flaschen füllen, erfuhren die 90 Gäste der Weinprobe im östlichen Festsaal neben der Rotunde und bekamen dazu eine herzhafte Winzer-Vesper serviert. Im westlichen Saal, der ebenfalls festlich eingedeckt worden war, verglichen weitere 90 Weinfreunde im Rahmen der Raritätenweinprobe mit Ulrich Allendorf in sieben Flights jeweils einen jungen und einen gereiften Wein aus dem gleichen Weingut und der gleichen Lage wie einen Riesling Dachsfilet trocken aus den beiden Jahrgängen 2008 und 2022 aus dem Weingut Prinz von Hessen. Dazu gab es von Uli Allendorf auch Wissenswertes und Rheingauer Anekdoten, die dem gestandenen Publikum nicht nur Wissen vermittelten, sondern auch Spaß machten.
Einen Stock tiefer steppte dann pünktlich nach den Weinproben der Bär, als die Tanzparty mit der „Urban Club Mini Band“ und später dem HIT RADIO FFH - DJ Daniel Fischer begann: Bis weit nach Mitternacht gab es kaum noch einen freien Platz in der zur Disco umfunktionierten Rotunde. „Die Fête Terroir ist längst zu einem Event der Superlative geworden“, hielt eine Runde junge Leute beim Sektprobieren an der Bar fest. Die engagierten und zuvorkommenden Servicekräfte aus den Reihen der gastgebenden Weinwerbung hatten alle Hände voll zu tun und schenkten je nach Wunsch die verschiedenen Köstlichkeiten aus, bis fast alles ausgetrunken war. Erst in den frühen Morgenstunden kehrte dann wieder Ruhe im altehrwürdigen Biebricher Schloss ein und die Gäste gingen mit einem Lächeln auf den Lippen nach Hause.
Ein Bericht von Sabine FLadung vom 16.05.2026.
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