Mit Vollblut-Profi gut aufgestellt in die Saison

18.05.2019

„Blechgeschwader“ absolvierte Workshop mit Egerländer-Musiker Oswald Windrich und lud zum öffentlichen Probenkonzert

Hallgarten. (sf) „Rosemarie“, „Die fidelen 60er“, „Ohne Liebe geht es nicht“ und „Auf nach Mähren“ sind einige der neuen Lieder, die das „Blechgeschwader“ jetzt auf seiner Repertoire-Liste stehen hat und die als Premiere über 100 Besuchern einer öffentlichen Probe vorgestellt wurden.

Denn dieser Tag stand ganz im Zeichen der professionellen Saisonvorbereitung der Rheingauer Musiker. Dafür hatte sich das „Blechgeschwader“ einen Vollblut-Profi an die Seite geholt, der das Ensemble „ganz schön rangenommen hatte“, wie der Sprecher Stefan Fiederer erläuterte: mit dem Ensemble-Mitglied der legendären „Egerländer“, Oswald Windrich, hatten die rund ein Dutzend Musiker einen „schweißtreibenden“ Workshop absolviert.

„Eigentlich sind wir, das Blechgeschwader aus dem Rheingau, eine zusammengewürfelte Truppe von Hobbymusikanten aus umliegenden Vereinen. Uns alle verbindet die gleiche Leidenschaft zur Blasmusik. Wir stehen für Spaß am Musizieren, pure Lebensfreude und beste Unterhaltung mit handgemachter Blasmusik und fürchten uns nicht vor einem Bier“, so der Sprecher Stefan Fiederer. Der Schlagzeuger des zwölfköpfigen Ensembles hatte 2013 die Kapelle unter dem Motto „Sitt' und Brauch der Alten, wollen wir erhalten“ gegründet. Zuerst noch ohne Holzbläser, die jedoch schon ein Jahr später folgten. Gemeinsam gaben sich der Drummer, Steffi Glaubitz, Andreas Ott und Ralf Schmidt an der Klarinette, Berni Glaubitz, Stefan Bär und Oliver Morr am Flügelhorn, Jochen Berg an der Trompete, Stefan Merten am Tenorhorn, Uwe Faust am Bariton, Matthias Bibo an der Posaune und Manfred Wiehl an der Tuba den Namen „Das Blechgeschwader“. „Schnell stellte sich heraus, dass es viele Veranstaltungen gab, bei denen man die Böhmische und Mährische Musik hören wollte, die wir im Repertoire haben“, so Fiederer. Da die Veranstaltungen immer größer wurden, hatte man sich dann auch entschlossen, die Holzinstrumente zum „Geschwader“ zu holen, das jetzt zwar kein reines Blechgeschwader mehr sei, aber den humorvollen Namen weiter tragen wird.
Um sich jeweils auf die Sommersaison mit vielen Auftritten vorzubereiten, trifft sich das Blechgeschwader jährlich zu einem Probenwochenende mit dem Wallufer Musiker Christian Dieterich. Manfred Wiehl, der die Tuba spielt, hatte dann die Idee, seinen Musiklehrer Oswald Windrich von den „Egerländern“ zu einem weiteren Workshop mit dem „Geschwader“ zu verpflichten. Der sagte gerne zu und kam nach Hallgarten. Denn für den ausgiebigen Probentag hatte das Blechgeschwader das Bürgerhaus angemietet und gab hier nachmittags ein öffentliches Probenkonzert, in dem die Ergebnisse des Workshops mit dem Profimusiker Windrich einem begeisterten Publikum vorgestellt wurden.

Doch zunächst stand noch die Probenarbeit im Mittelpunkt: zum Auftakt hatte das Ensemble dem Seminarleiter vorgespielt, danach beschäftigte sich Oswald Windrich mit jedem Musiker einzeln. Dabei habe der Spieler der Tuba, der schon bei Ernst Mosch gespielt hat und aktuell zum Ensemble von Ernst Hutterer gehört, den Rheingauer Musikern „ganz schön was abverlangt – ein Profi halt“. Die harte Arbeit hatte sich dann aber auf jeden Fall gelohnt, wie auch das beeindruckende anschließende Probenkonzert bewies. Die Besucher, die nach und nach herbei strömten und das Hallgartener Bürgerhaus schließlich aus allen Nähten platzen ließen, hatten riesigen Spaß beim Zuhören. Vor allem die gerade die neu einstudierten Lieder, dirigiert von Oswald Windrich persönlich, gefielen dem Publikum.
Und nicht nur die tolle Musik gefiel den Gästen: der Hallgartener Verkehrs- und Verschönerungsverein lud passend zum zünftigen Probenkonzert zu Fleischkäse-Brötchen, Bier und Wein ein und sorgte mit einem halben Dutzend fleißiger Helfer für das leibliche Wohl der Besucher. Die freuten sich auf den Nachschlag: das Blechgeschwader war am 12. Mai zum Frühschoppen am Winkel-Mittelheimer Weinstand zu hören, wird an Pfingsten beim Hattenheimer Feuerwehrfest aufspielen und bei der Johanniskerb in
Walluf.

Ein Bericht von Sabine Fladung vom 18.05.2019.

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