Die Mühlen am Elsterbach

Die Mühlen am Elsterbach

Die Mühlen waren auch im Rheingau ein bedeutender Wirtschaftszweig.

Sie waren meistens im Besitz adliger Familien oder Klöstern, die ihre Mühlen wiederum an Müller verpachteten. Diese hatten oftmals durch den hohen Pachtzins an Eigner und Klöster, nur das Nötigste zum Leben.

Es gab bis zu 100 Wassermühlen im Rheingau, die zur Erledigung verschiedener Aufgaben genutzt wurden: Gewürzmühlen, Papiermühlen, Schleifmühlen, Sägemühlen, Lohmühlen und Walkmühlen. . Die Getreide- und Schrotmühlen deckten den Bedarf an Mehl, Graupen und Grieß. Die Mühlräder waren meist aus Holz gefertigt und wurden an den Bächen überwiegend von oben mit Wasser versorgt. Daher spricht man hier auch von "oberschlächtigen Mühlrädern".

Am Elsterbach waren auf Johannisberger Grund ehemals vier und und im Tal Richtung Marienthal fünf Mühlen ansässig. Die Geschichte dieser Mühlen ist eng verbunden mit der Geschichte des früheren Benediktiner-Klosters Johannisberg.

Am Eingang des Tales von Johannisberg nach Marienthal ist die Schamari-Mühle. Mehrere hundert Meter weiter, in nördlicher Richtung, folgen die Elstermühle, die Weihermühle, die Ostermühle, die Reu´siche Mühle und die Schleifmühle. Eine weitere ehemalige Mühle der Jesuiten ist heute nicht mehr vorhanden.

Drei weitere Mühlen gab es ehemals südlich des Weges nach Marienthal: die Brückenmühle am heutigen Johannishof und weiter südlich die Krayer'sche Mühle und die Vatter´sche Mühle (heutiges Weingut Schwarz). Die anderen Mühlen lagen weiter südlich in der Winkeler Gemarkung. Im Laufe der vergangenen Jahrhunderte sollen insgesamt mindestens 14 Mühlen am Elsterbach betrieben worden sein.

Die erste Urkundliche Erwähnung der Mühlen stammt aus dem 14. Jahrhundert. Wann die Mühlen genau errichtet wurden, ist nicht bekannt. Als letztes wurden noch bis 1923 die Winkeler Anker-Mühle und bis 1929 die Johannisberger Schamari-Mühle betrieben.

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