2. Mäzenatenkonzert

der Hochschule für Musik Mainz in der St. Valentinuskirche in Kiedrich um 16 Uhr

Eintritt frei, freie Platzwahl
Um Spenden wird gebeten

Ausführende:
Ensemble & Orchestra Suttonia
Leitung: Elisabeth Scholl

Im vergangenen Jahr waren die jungen Studierenden der Hochschule für Musik Mainz erstmals in der St. Valentinuskirche in Kiedrich zu Gast. Hinter der Reihe der Mäzenatenkonzerte, die am 28.4.2019 um 16 Uhr in die zweite Runde geht, stecken mehrere Ideen: Die Kiedricher Sopranistin (und jetzt auch Dirigentin) Elisabeth Scholl als Initiatorin der Reihe möchte einerseits den Studierenden auch außerhalb der Hochschule ein Podium geben, um sich dem interessierten Publikum zu präsentieren. Andererseits möchte sie den Gedanken des Mäzenatentums – also eine Sache (finanziell) zu unterstützen, ohne dafür eine Gegenleistung zu erhalten – zu neuem Leben erwecken: Da das Konzert bei freiem Eintritt stattfindet, soll es jedem Interessierten möglich sein, durch den eigenen Spendenbeitrag am Ende des Konzertes zum Mäzen zu werden. Vielleicht sogar darüber hinaus …

Inspiriert wurde diese Idee durch das Vorbild der Venezianischen Ospedali im 18. Jh., in welchen junge verwaiste oder ausgesetzte Mädchen eine Ausbildung und dadurch eine Lebensperspektive erhielten. Die jungen Damen wurden u.a. musikalisch von hervorragenden Musikern wie Nicola Porpora und Antonio Vivaldi im Gesang und auf Instrumenten ausgebildet. Einige erlangten als Musikerinnen Weltruf, und die Konzerte in den Ospedali waren dank ihrer ausgezeichneten Qualität ein touristischer Magnet. Genuß und Förderung kamen so in idealer Weise zusammen.

Da die Werke in den Ospedali ausschließlich von jungen Damen ausgeführt wurden, sangen keine Männerstimmen, Tenor und Baß wurden eine Oktave höher von Sopran und Alt übernommen – ein ganz besonderes Klangerlebnis. Dieses wird auch in Kiedrich zu hören sein. Denn im Mittelpunkt der Mäzenatenkonzerte steht das Repertoire aus dem Fundus der venezianischen Ospedali, in diesem Jahr ein bislang unveröffentlichtes Dixit Dominus von Nicola Porpora, sowie das unbekanntere Gloria RV 588 von Antonio Vivaldi. Außerdem stellen die Musiker die Frage: Was wäre, wenn Händel Musik für die Ospedali geschrieben hätte …?

Unterstützung erhalten die Studierenden der Hochschule für Musik Mainz von Kommilitonen aus Amsterdam, Utrecht, Stuttgart, Weimar und Leipzig und von international renommierten Musikern wie Antoinette Lohmann (Violine), Friedemann Immer (Trompete), Hanna Geisel und Ina Stock (Oboe).

Ein also in vielerlei Hinsicht besonderes Programm, zu welchem die Musikerinnen der Hochschule für Musik Mainz herzlich einladen!