Die beliebtesten Weine der Rheinländer

27.12.2018

Die Geschmäcker sind verschieden, im Rheinland, wie überall auf der Welt. Doch beim Blick ins Glas sind sich die Rheinländer einig.

Die Lieblingsweine am Rhein stammen aus den Reben der Region. Diese wissen, mit geschmacklicher Vielfalt zu überzeugen und halten zugleich so manche geschmackliche Überraschung bereit.

Als absoluter Lieblingswein am Rhein gilt der Riesling. Wein-Neulinge wie Gourmets sind sich dabei einig. Riesling ist mehr als ein Kultgetränk. Die Reben werden seit über 600 Jahren in Deutschland angebaut und sind damit längst zu einem Stück Kulturgut geworden. Für geschmackliche Vielfalt ist in jedem Fall gesorgt. Der Riesling vereint die Eigenschaften seiner Vorfahren, der römischen Traminer-Rebe, dem in Mitteleuropa heimischen Heunisch und Vitis Vinifera, der rheinischen Wildrebe. Abhängig vom Alter, vom Weinbaugebiet und den Wachstumsbedingungen landen trockene bis süße und leichte bis schwere Weine im Glas.

Nicht nur der Name Müller macht den Müller-Thurgau zu einem erklärten Lieblingsgetränk am Rhein. Auch den Winzern macht die unkomplizierte und ertragreiche Rebe keine Probleme. Die Reben lieben nährstoffhaltige Böden und kommen auch mit kühleren Lagen zurecht. Müller-Thurgau findet sich im Supermarktregal wie bei renommierten Weinhändlern. Seine Liebhaber schätzen die fruchtigen Aromen von Zitrone, Apfel oder Limette. Am liebsten trinkt der Rheinländer seinen Müller-Thurgau jung und in geselliger Runde.

Wein und Kulinarik gehören für die Rheinländer zusammen. Bei der Frage, was serviert man zum Wein, ist man sich ebenfalls schnell einig - Wein und Käse gehören zusammen. Zum Riesling passen Brie oder Camembert sehr gut. Ein Edelpilzkäse harmoniert mit einer süßen Beerenauslese und der Weißburgunder versteht sich mit Frischkäse oder Mozzarella.

Zu einer Riesling Spätlese kann auch ein frischer Obstsalat serviert werden und wer es lieber herzhaft mag, unternimmt einen kleinen Ausflug nach Spanien und serviert El Pozo www.amazon.de/Auswahl-iberischer-Produkte-EL-POZO/dp/B075QGM6MP, den herzhaften Schinken von der Iberischen Halbinsel. Ein leichter Riesling kann auch mit Fisch sehr gut harmonieren.

Bereits im Mittelalter wurde in Ungarn Grauburgunder angebaut. Auch in Rheinhessen ist die Rebe zur wichtigsten weißen Burgundersorte geworden. Der Grauburgunder ist auf dem Vormarsch und wird bereits auf einer Fläche von 1.721 Hektar kultiviert. Der Kenner schätzt den Duft, welcher an Mandeln und frische Nüsse erinnert. Auch Aromen von Rosinen, Ananas oder Birne steigen in die Nase. Ein kräftiger Grauburgunder wird gern zu Wild serviert.

Die Rotweintrinker am Rhein erheben das Glas auf ihren heimlichen Shooting Star. Der Dornfelder wird auf etwa 3.400 Hektar angebaut und ist damit hinter dem Riesling die wichtigste Rebsorte am Rhein www.rheingau.de/wein/rebsorten. Erst in den 1970er Jahren wurde Dornfelder populär. Vorab wurde viel experimentiert, um die Rebe salonfähig zu machen.

Durch die Verbindung von Trollinger, Lemberger, Portugieser und Frühburgunder ist eine robuste und ertragreiche Rebsorte entstanden. Am Rhein wird er hauptsächlich als trockener Rotwein ausgebaut. Dabei lassen sich die fruchtigen Aromen von Brombeere und Sauerkirsche ebenso betonen, wie während des Ausbaus im Holzfass die Gerbstoffe deutlicher hervorgehoben werden können. Das Ergebnis sind kraftvolle Weine, welche Käse und Braten perfekt abrunden.

Verlangt es dem Rheinländer nach einem spritzigen Sekt, greift er nach Kupferberg, Deinhard oder Schloss Wachenheim.

Foto: Pixabay.com / PhotoMIX-Company / pixabay.com/de/wein-glas-weiß-trauben-getränke-1761613/

Ein Bericht von C.V. vom 27.12.2018.

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