Hitzewelle: Die besten Kühlungs-Tipps für Wohnräume

02.08.2018

Die lang anhaltende Hitzeperiode im Rheingau macht schon seit Wochen den meisten schwer zu schaffen. Nicht einmal nachts mag sich die Umgebung abkühlen. Bewährte Hitzeschutz-Tipps für deutlich angenehmere Temperaturen in Wohnung & Haus.

Der Rheingau hat seinem insgesamt wärmeren Klima viel zu verdanken. Schließlich wachsen und gedeihen hier renommierte Qualitätsweine und sogar Pfirsichbäume oder andere mediterrane Pflanzen. So liegen denn die Temperaturen unserer Weinregion durchschnittlich 3 bis 4 Grad höher als in angrenzenden Bundesländern.
Angesichts der seit Wochen andauernden Hitzewelle wird die Wärme nun aber für Menschen jeden Alters mittlerweile schlichtweg zur Qual. Und das nicht nur im Außenbereich. Selbst im Wohnbereich ist es kaum kühler. Die Folge: Kreislaufbeschwerden und durchschwitzte, schlaflose Nächte.

Wohl dem, der jetzt über eine Klimaanlage verfügt. Doch Klimageräte sind teuer in der Anschaffung. Vor allem schlägt auch der ständige Betrieb finanziell schnell empfindlich zu Buche. Es gibt aber so einige andere praxiserprobte Maßnahmen, um der Hitzebildung in Innenräumen effektiv Herr zu werden.

Sonnenschutz anbringen & wirklich effizient für frische Luft sorgen

Der wichtigste Tipp zuerst: Die Hitze sollte gar keine oder zumindest stark verminderte Möglichkeiten haben, überhaupt in den Wohnraum zu gelangen. Ist es derart heiß, sollten die Fensterscheiben konsequent mit lichtundurchlässigen Vorhängen oder Sonnenschutzrollos ganzflächig abgeschattet werden. Das hält die Raumtemperatur schon erst mal insgesamt auf einem deutlich niedrigeren Niveau.
Die Wohntemperatur lässt sich außerdem durch planvolles Lüften senken. Hierbei ist jedoch der Zeitpunkt entscheidend. Werden die Fenster am Tag bei Hitze aufgerissen, wird die Wohnung nicht kühler, sondern noch wärmer. Nur bei kühleren Abendtemperaturen empfiehlt sich eine Frischluftzufuhr - am besten mit einem Durchzug, bei dem alle Fenster ein paar Minuten offen stehen. Oft wird empfohlen, auch morgens zu lüften. Das bringt jedoch nur etwas, wenn es wirklich noch ausreichend kühl ist. Ist es am frühen Morgen hingegen schon zu warm oder ist die Sonneneinstrahlung in den Wohnbereich schon zu massiv, lohnt es sich, das Lüften auf den Abend zu verschieben und weiterhin den Sonnenschutz geschlossen zu halten.

Was tun bei Hitzestau im Dachbereich oder anderen wärmeanfälligen Räumen?

Es gibt Räume, die durch ihre Raumlage oder -architektur Hitze magisch anziehen. Dazu zählen nicht nur Wintergärten, sondern auch Zimmer mit großen Fenstern und vor allem Dachgeschosse. Die hohe Sonnenlage der Fenster kombiniert mit einem oft schrägen, verwinkelten Raumaufbau, in dem kein Lüftchen zirkulieren mag, ist geradezu ein Garant für einen extremen Wärmestau. Bei sehr hartnäckigen Hitzeansammlungen sind extra wärmeabweisende Sonnenschutzrollos für Dachfenster hilfreich, die nicht nur stark verdunkeln, sondern auch mit einer speziellen Thermo-Beschichtung behaftet sind. Diese sind zum Beispiel hier erhältlich: www.livoneo.de/sonnenschutzrollo-dachfenster. Die Wärme wird damit gleich am Dachfenster an der Rückseite des Rollos zurück in den Außenbereich gestrahlt und kann so gar nicht erst Einzug halten. Wärmereflektierende Sonnenschutztypen gibt es überdies auch für Senkrechtfenster und andere Wohnbereiche.

Unbedingt Elektrogeräte abschalten

Sämtliche Elektrogeräte wie zum Beispiel Laptops oder TV-Geräte strahlen nicht nur bei Inbetriebnahme, sondern auch im Stand-By-Modus Wärme ab, die zusätzlich die Raumtemperatur erhöht. Es empfiehlt sich daher, alle Geräte, die nicht benötigt werden, komplett abzuschalten. Die Waschmaschine oder Geschirrspülmaschine sollten erst abends in deutlich milderen oder kühleren Stunden angestellt werden.

Nutzen & Gefahren von Ventilatoren umstritten

Ventilatoren sind für viele ein wichtiges Hilfsmittel, um sich etwas Erleichterung an heißen Sommertagen zu verschaffen. Mediziner monieren jedoch häufig, dass der menschliche Körper durch das fortwährende Gebläse einer höheren Gefahr von Erkältungen ausgesetzt ist. Hinzu kommt, dass ab einer Raumtemperatur von 37 Grad auch dieses Gerät nicht mehr viel auszurichten vermag, es verquirlt die warme Luft dann lediglich.

Viel diskutiert wird auch der Ratschlag, einen gewissen Abstand zum Ventilator einzuhalten und ein feuchtes Handtuch davorzuhängen - oder daraufzulegen. Der Fachverband für Gebäude-Klima e. V. steht nach einem Bericht von Focus auch diesem Tipp kritisch gegenüber (praxistipps.focus.de/ventilator-mit-nassem-handtuch-hilft-das-alle-infos_53204), da durch die höhere Luftfeuchtigkeit so mancher die Luft dann erst recht als schwül empfindet. In der Alltagspraxis hat sich aber gezeigt: Der Kühleffekt wird von Hitzebetroffenen oft unterschiedlich wahrgenommen. So manch anderer erlebt die Kombination aus Ventilator und Handtuch durchaus als leicht erfrischend, zumal sich die Umgebungstemperatur in Nähe des Ventilators durch die Luftfeuchte zugleich um ein bis 2 Grad senkt.

Fazit

Viel wichtiger mag in diesem Zusammenhang der Hinweis sein, dass auf Ventilatorgeräte niemals ein vor Nässe triefendes Tuch gelegt werden sollte, da sonst ein Stromschlag droht.

In einigen Situationen ist es auch notwendig, verschiedene gesundheitliche Risiken gegeneinander abzuwägen. Wer beispielsweise seinen Tag in einem unklimatisierten Büro mit Kreislaufproblemen verbringen muss, wird aus der Not heraus lieber auf einen Ventilator zurückgreifen, als einen Hitzschlag zu erleiden, der auch tödlich enden kann.

Laut Empfehlungen des Hessischen Sozialministeriums ist die beste Lösung, die Räume von vornherein kühl zu halten - mit heruntergezogenen Sonnenschutzrollos, richtigem Lüftungsverhalten und geschlossenen Fenstern während des Tages. Ventilatoren werden als zusätzliche Kühlungsmöglichkeit empfohlen, wobei direkte Zugluft aber vermieden werden sollte.

Ein Bericht von D.P. vom 02.08.2018.

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