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Rheinsteig

Von Wiesbaden nach Schlangenbad

Biebricher Schloss

Der Startpunkt der Etappe liegt im Biebricher Schlosspark vor dem Eingang der sandsteinroten Residenz vergangener Fürsten. Vom Hauptbahnhof ist er nur eine halbe Stunde entfernt. Der Weg dorthin führt über die Äppelallee, durch den Schlosspark von Nord nach Süd und bis an den Rhein, an dessen Ufer das Schloss zu finden ist. Zwei mächtige Flügel umschließen die Rotunde als Mittelpunkt des Schlosses.

Am Fluss entlang führt auch die erste Etappe. Nach Überqueren der Rheingaustraße bietet die kleinere Uferstraße mit ihren Platanen eine angenehme Route. Der Blick ist dabei stetig auf die Autobahnbrücke gerichtet, die über den Rhein führt. Bei dieser angelangt folgt man dem Weg hinter der Brücke, entfernt sich ein kleines Stückchen vom Rhein in Richtung Rheingaustraße und ist schließlich am Schiersteiner Hafen angelangt. Der historische Binnenhafen wird heute hauptsächlich für den Wassersport und die Regatta genutzt. Weiter über dessen alten Damm stößt man nach etwa einem Kilometer auf die Dyckerhoff-Brücke, die sich über die Öffnung zum Hafen spannt und die beiden Flügel miteinander verbindet.

Die andere Seite beginnt mit der Schiersteiner Aue und die Wahrscheinlichkeit ist hoch, die hier heimischen Störche betrachten zu können. Anstatt den Weg geradeaus zu beschreiten, folgt man nun dem Hafenbecken. Am Regatta-Zielhaus geht es schließlich wieder gen Norden, vorbei am Sportplatz und zur Söhnleinstraße. Diese überquert man, um zur Neckarstraße zu gelangen, an deren Ende man zum Lindenbach weiterwandert. Dieses kleine Gewässer begleitet man ein Stück hinauf bis zu den Gleisen. Dort ist nach einer kurzen Wegstrecke linker Hand die Unterführung der A 66 zu finden.

Der nächste Wegepunkt bildet der Nürnberger Hof in Biebrich. Der Unterführung folgt auf der rechten Seite ein Geflecht aus kleinen Wegen und Pfaden, von denen man zuerst einen Grasweg zwischen Kleingärten entlang wählt. Nachdem man die größeren Straßen und den Verkehr nun hinter sich gelassen hat, ist der Weg über das Lindenbach- und das Leierbachtal sehr angenehm. Nach einer Weile trifft der Rheinsteig auf den Rieslingpfad und wählt man diesen für eine geraume Zeit, geleitet er einen zum Rastplatz Quellhof. Von dort aus ist es über den von Kirschbäumen gesäumten Weg nicht mehr weit bis zum Nürnberger Hof.

Da Goethe hier in der Vergangenheit oft und gerne einkehrte, gibt es einen Aussichtspunkt, der ihm gewidmet wurde und den Namen Goethestein trägt. Er erinnert an einen Obelisken, da er pyramidenförmig aufgebaut ist und die Spitze hoch aufragt. Ein weiterer Aussichtspunkt, Spitzer Stein genannt, liegt nur wenige Meter entfernt. Weitere Etappenpunkte, die von hier aus über einen schmalen Pfad zu erreichen sind, bilden die Burg und die katholische Kirche von Frauenstein.

Der Pfad über die Wiesen, den man von der Straße „Am Lindenbaum“ aus erreicht, wird nun steiler und weniger leicht zu beschreiten. Nach kurzer Zeit stößt man aber auf die Georgenborner Straße, die auch die Grenze der Besitztümer von Schloss Sommerberg kennzeichnet. Über einen Waldweg parallel zu der Straße geht es in erfrischender Kühle weiter gen Norden. Der wird erst unterbrochen, als er auf den Parkplatz beim Monstranzenbaum trifft. Inzwischen sieht man es dem Gehölz nicht mehr an, aber früher erinnerte er an eine Monstranz, wie sie in der katholischen Kirche verwendet wird. Ungeachtet dessen führt der Rheinsteig weiter durch den Wald. Das nächste beeindruckende Bildnis, das zum Innehalten einlädt, ist der Graue Stein, eine Felsformation nahe der Ludwig-Schwenk-Hütte.

Von dort aus soll es nun in den kleinen Ort Schlangenbad gehen. Bevor dieser erreicht wird, folgt aber ein ganzes Geflecht aus Waldwegen, die erst allmählich die Anzeichen menschlicher Besiedlung preisgeben. Der Ortsrand von Schlangenbad kommt langsam in Sicht. Bis zu dessen Tourist-Information im Zentrum ist es dann nicht mehr weit. Nun hat man die Wahl: Die Wanderung hier beenden oder weitere zwei Stunden über Martinsthal nach Walluf oder Eltville wandern. Sind die Beine noch nicht zu müde, lassen sich die Eindrücke der Wanderung über den Rheinsteig auf dieser Route fortsetzen.

  1. Etappe 1: Von Wiesbaden nach Schlangenbad
  2. Etappe 2: Von Schlangenbad nach Kloster Eberbach
  3. Etappe 3: Vom Kloster Eberbach zum Schloss Johannisberg
  4. Etappe 4: Von Johannisberg nach Rüdesheim
  5. Etappe 5: Von Rüdesheim nach Lorch
  6. Etappe 6: Von Lorch nach Kaub
  7. Etappe 7: Von Kaub nach St. Goarshausen
  8. Etappe 8: Von St. Goarshausen nach Kestert
  9. Etappe 9: Von Kestert nach Osterspai

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