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Rheinsteig

Von Kaub nach St. Goarshausen

Kaub

Zwischen bewachsenen Felshängen und dem Rhein liegt Kaub mit seinen Fachwerkfassaden und historischen Bauten. In der Nähe des Ortszentrums setzt sich der Rheinsteig etwas weiter oben fort zur siebten Etappe. Den Schlossweg hinauf erreicht man eine Treppe, die zu einem Mauerdurchbruch führt. Hinter diesem geht es ins Blüchertal hinab. Es folgt eine weitere Treppe in der Blücherstraße, die rechter Hand liegt.

Nach dem Leiterbergeturm, an dem die Stufen enden, erstreckt sich die Weinbergsgemarkung. Eine hohe Mauer begrenzt nach kurzer Zeit die Sicht. Man wandert unterhalb von ihr entlang und an dem Wegedreieck folgt man dem Rheinsteig nach links in einer scharfen Kehrung in die entgegengesetzte Richtung, zurück ins Rheintal. Auf diesem Wege kann man die Pfalzgrafenstein und Burg Gutenfels bewundern.

Inmitten eines Naturschutzgebietes wurde der Pfad aus den Schieferfelsen geschlagen. Auf der anderen Seite hin wird er mittels eines Geländers zum absteigenden Tal hin gesichert. In den Weinbergen geht es immer weiter hinauf und die Terrassenlandschaft bietet ein idyllisches Bild.

Am Querweg nimmt man die Route nach links. Durch das Gebüsch am Hang, das den aufsteigenden Rheinsteig umgibt, eröffnet sich die Aussicht auf die Schönburg oberhalb von Oberwesel. Nach einer leichten Wanderung über ein Feld, durch einen Wald und über einen Bach erreicht man schließlich den Ortsrand von Dörscheid.

An dem Landgasthaus Blücher verläuft die Route zurück in den Hang und auf ein Feld. Unterbrochen mit einem kleinen Schlenker geht es nun zielstrebig bergan und man findet sich im Neubaugebiet von Dörscheid wieder. Bei dessen Spielplatz hält man sich links, um die darauffolgende Straße erneut links für einen Aussichtspavillon zu verlassen. Von dort aus ist der Sendemast, dem man sich dann zuwendet, bereits weithin sichtbar. Dem Rheinsteig weiter folgend erreicht man auch bald den nächsten Aussichtspunkt, einem weiteren Pavillon, diesmal auf der Hahnenplatte. Der Pfad wird von dort an schmaler und senkt sich in den Felsen. Auch vom Roßstein aus ist die Aussicht wunderbar.

Nach der Strecke am Hang schlägt die Route bogenförmig den Weg zu einem Hochwald ein. Der Bau der Burg Rineck des Pfalzgrafen Ruprecht wurde 1359 begonnen, aber schon bald abgebrochen. So findet man dort nur noch eingerissene Mauern vor. Einen bequemen Platz zum Verweilen bietet die nicht weit weg befindliche Schutzhütte, die sogar noch ein bisschen höher liegt.

Den Rhein kann man noch sehen, nun entfernt man sich aber den Hang entlang von ihm und passiert dabei den Urbach. Beim Abzweig nach Dörscheid nähert man sich dem Fluss aber wieder in einer scharfen Wegkehrung. Wieder heißt es, den Urbach zu überqueren, diesmal am Grunde eines Tales und über einen Steg hinweg. Wenige Minuten später wandelt sich der Weg zu einem abenteuerlichen Aufstieg: Eine sehr steile Flanke eines Hanges wird auf einer Treppe erklommen, die sich beinahe senkrecht erhebt. Nachdem man sie bewältigt hat, fällt das Gelände um die Route leicht ab und nähert sich dem Aussichtstempel Waldschule.

Der breite Weg balanciert nun an der Geländekante. Er führt bergan, um sich einem Wald zuzuwenden. Bald darauf macht der Rheinsteig eine neuerliche scharfe Wende, hinab in die Senke des Bornichsbaches. Um zurück zum Plateau zu gelangen, nimmt man eine weitere Treppe. Und kaum ist man über dessen Stufen hinaus, wird man mit dem Anblick des Loreleyfelsens überwältigt. Das graue Gestein erhebt sich zu einer drohenden Spitze über den Rhein, dessen Wasser sich anmutig um den Felsen herum schlängelt. Man kann sich kaum von der Betrachtung dieser ureigentümlichen Landschaft lösen, doch der Weg geht weiter über eine Wiese hinweg hangauf. Über eine Kehrung erreicht man den Fünf-Seen-Platz. Der Pfad nach unten führt zum Hof Leiselfeld und man folgt ihm, um zu zwei Aussichtspunkten zu gelangen, die gleichermaßen atemberaubend sind: Die Felsenkanzel und der Spitznack. In schwindelerregender Höhe blickt man hier auf den Rhein hinab, von einem Felsen, dessen Form an gehauene Stufen erinnert. Es ist einer der Höhepunkte auf dieser Etappe und definitiv den Aufstieg wert.

Vom Hof Leiselfeld aus wählt man nun den Weg in den Wald, einem weiteren Highlight entgegen: Dem Loreleyfelsen. Diesen erreicht man über den Weinlehrpfad Loreley zur Zufahrtsstraße, die links hinauf führt. Eine weitere Aussicht über den Rhein bietet sich am Felsen.

In dem kleinen Park machen Wegweiser auf das Besucherzentrum aufmerksam und man folgt diesen. Dahinter geht es steil weiter, um dann über Wiesen und Wälder auf einen Ortsteil von St. Goarshausen zuzulaufen. Den Ortsteil wird auf dem Loreleyring durchquert. Hinter einem Fußballfeld verläuft ein Pfad in Serpentinen zur Burg Katz, den man sogleich einschlägt. Die Burg thront an einem Felsen geklammert über St. Goarshausen, in stiller Wacht auf den Rhein blickend. Der Weg in den Ort führt in mehreren Serpentinen hinunter.

Nun steht die Möglichkeit offen, die Wanderung hier zu beenden und schnell zum Bahnhof zu gelangen. Wer vom auf- und absteigenden Weg noch nicht genug hat, kann auch dem Pfad in Richtung Patersberg folgen. Es handelt sich hierbei um einen ehemaligen Pilgerpfad. Er windet sich steil hinauf, über Stufen und Weinberge, zum Wanderparkplatz Herschelberg in Patersberg. Nicht weit befindet sich der Aussichtsplatz Dreiburgenblick. Zu sehen sind die Burgen Katz, Rheinfels und Maus. Auf dem Weg dorthin kommt man am Wirtshaus am Teufelsstein vorbei.

Hier ist die Etappe auch für die Wanderer der verlängerten Route beendet. Vom Hasenbachtal erreicht man mittels einer Unterführung den Bahnhof.

  1. Etappe 1: Von Wiesbaden nach Schlangenbad
  2. Etappe 2: Von Schlangenbad nach Kloster Eberbach
  3. Etappe 3: Vom Kloster Eberbach zum Schloss Johannisberg
  4. Etappe 4: Von Johannisberg nach Rüdesheim
  5. Etappe 5: Von Rüdesheim nach Lorch
  6. Etappe 6: Von Lorch nach Kaub
  7. Etappe 7: Von Kaub nach St. Goarshausen
  8. Etappe 8: Von St. Goarshausen nach Kestert
  9. Etappe 9: Von Kestert nach Osterspai

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