
In den Kriegsjahren und den schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen leidet der Rheingauer Weinbau wie überall in Deutschland. Winzer reagieren auf Absatznöte mit Direktverkauf, die Qualitätsmaßstäbe geraten hier und da ins Wanken. Nachdem der Verein sich 1946 wieder konstituiert und eine aktuelle Satzung gegeben hat, rückt unter dem Vorsitz des Johannisberger Domänenrates Christian Labonte der Qualitätsgedanke in den Vordergrund. "Originalität, vollständige Naturreinheit, erstklassige Lagen, sorgfältige, ordnungsgemäße Pflege der Weinberge mit dem Ziel, Edelwein zu erzeugen", so die Jubiläumsschrift zum 100-jährigen Bestehen, dieser Leitsatz besitzt auch heute noch Gültigkeit. Um den Qualitätskriterien des VDP gerecht zu werden, müssen sich die Mitgliedsbetriebe strengen Prüfungsregeln unterwerfen.
Einen Meilenstein in der Entwicklung des VDP-Rheingau markiert die Fusion mit der Vereinigung der CHARTA-Weingüter am 24. März 1999. In der Mitgliederschaft wie in der Zielsetzung der 1984 gegründeten CHARTA-Rheingau gab es zunehmend Überschneidungen mit dem VDP-Rheingau. In der gemeinsamen Hinwendung auf die Verbindung von "Großer Lage" und der Vinifizierung von großem Wein lag das verbindende Element beider Verbände, das vor zwei Jahren zu einer Verschmelzung führte.
Der VDP-Rheingau zählt heute
48 Mitgliedsbetriebe, die zusammen mit über
1.000 ha Rebfläche ein Drittel der Weinbaufläche im Rheingau
repräsentieren.