VDP Rheingau - Die Prädikatsweingüter

Weinauktion im Fokus

Die Regelung und das Abhalten von gemeinsamen Weinversteigerungen bilden den zentralen Vereinszweck. Man will auf diese Weise stärkeren Einfluss auf die Preisgestaltung nehmen. Seinerzeit wird der Wein nicht flaschen- sondern fassweise verkauft. "Die Weine werden im Stück zu 1200 I, im Halbstück zu 600 I oder im Viertelstück zu 300 I ausgeboten."

Der junge Verein muss sich als erstes Leitlinien wie diese setzen. Ein griffiges Weingesetz gibt es nicht. Die Auktionen gelangen im Laufe der VDP-Geschichte zu einer Maßnahme von größter Bedeutung für die Fachwelt und die Öffentlichkeit.
Eberbach ist der traditionelle Versteigerungsort Rheingauer Weingüter.

Über die Weinversteigerungen nimmt die Geschichte des VDP-Rheingau und des deutschen Weinbaus zum Anfang des vergangenen Jahrhunderts eine ganz neue Wende. Die Vereinigung Rheingauer Weingutsbesitzer fungiert als Geburtshelfer, als 1910 in Trier der Verband Deutscher Naturweinversteigerer e.V. ins Leben gerufen wird. Erst 1982 erfolgt die endgüitige Umbenennung in "Verband Deutscher Prädikats- und Qualitätsweingüier e.V." Zu den Gründungsmitgliedern des bundesweiten VDP-Vorläufers zahlen neben dem Rheingauer Verband der Verein der Naturwein-Versteigerer der Rheinpfalz, der Verein Badischer Naturweinversteigerer, der Verein der Naturwein-Versteigerer in Hessen, der Verein der NaturweinVersteigerer an der Nahe und der Trierer Verein von Weingutsbesitzern der Mosel, Saar und Ruwer. Albert von Bruchhausen, Oberbürgermeister des Gründungsortes Trier, stellt den ersten Vorsitzenden. Der Bundesadler wird zum Sinnbild des Verbandes.