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Burg Maus

Burg Maus

In rund 100 Metern Höhe über der Ortschaft Wellmich befindet sich die Höhenburg Maus.

Sie wurde im 14 Jahrhundert unter dem Namen Burg Petersbeck errichtet. Ihr heutiger Name ergab sich aus einer Rivalität mit der benachbarten Burg Katz der Grafen von Katzenelnbogen. Diese bezeichneten das deutlich kleinere Bauwerk verächtlich als Burg Maus, was sich bis heute als fester Name etabliert hat.

Ihr Auftraggeber war damals der Trierer Erzbischof Boemund II., der dort viele Jahrzehnte residierte und sie zum Schutze seines Besitzes errichten ließ. Unter seinen Nachfolgern wurde das Gebäude ausgebaut und um einen Wohnturm erweitert.

Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts war die Burg während der Kriegszeit immer wieder starken Beschädigungen ausgesetzt, sodass sie schließlich zur Ruine verfiel.

Um 1900 herum startete der Kölner Architekt Wilhelm Gärtner ein sechsjähriges Aufbauprojekt, bei dem Burg Maus anhand alter Pläne in authentischer Erscheinung rekonstruiert wurde.

Heute befindet sich die Burg Maus in Privatbesitz, wodurch Innenbesichtigungen nur noch zu speziellen Kulturveranstaltungen und besonderen Anlässen möglich sind.

Seit 2016 können Touristen aber die anliegende Falknerei der Burg besuchen. Hier gibt es 18 verschiedene Greifvogelarten zu bestaunen, die in regelmäßigen Vorführungen präsentiert werden. Eulen, Adler und Bussarde sind nur einige der ansehnlichen Exemplare, die in beeindruckenden Flugshows das mittelalterliche Ambiente untermalen.

Um das Burggelände herum gibt es einen gut ausgebauten Wanderpfad über Serpentinen, der einige gute Aussichtspunkte über das Rheintal zu bieten hat. An verschiedenen Klettersteigen können erfahrene Kletterer die Höhe erklimmen.

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