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Königsstuhl

Der Königsstuhl von Rhens war ein achteckiger Bau im Nussbaumgarten von Rhens, der einen überdimensionalen Thron darstellte. Von dem historischen Bauwerk existiert eine Nachbildung aus dem Jahre 1843, da der originale Königsstuhl im Koalitionskrieg des 18. Jahrhunderts zerstört wurde.

Die Erbauung des Königsstuhls geht auf das späte 14. Jahrhundert zurück. Während des Mittelalters fanden hier Königswahlen und Verhandlungen zwischen den Kurfürsten statt. Nachdem er an Bedeutung verloren hatte und durch die französische Armee zerstört wurde, nutzte man seine Überreste als Steinbruch.

Seinen Nachbau verdankt der Königsstuhl einer Spendenaktion, die von König Friedrich Wilhelm IV in die Wege geleitet wurde. Für den Neubau war der Baumeister Johann Claudius von Lassaulx zuständig.

Im Jahre 1929 wurde das Bauwerk aus dem Nussbaumgarten entfernt und an seinen heutigen Standort auf der Rheinhöhe Schawall oberhalb von Rhens platziert. Bei späteren Renovierungsarbeiten wurde das rheinland-pfälzische Wappen am Stuhl ergänzt.

Über eine lange Zeit überreichte man den neuen Bürgermeistern von Koblenz ihre Amtskette am Königsstuhl. Bis heute finden zu besonderen Anlässen dort noch Treffen der beiden Bürgermeister von Koblenz und Rhens statt.

Die Treppe des Königsstuhls ist für Besucher frei zugänglich. In dessen Hintergrund baut sich ein wunderbarer Panorama auf die Rheinkulisse mit der Marksburg auf. Aufgrund der vielen Serpentinenpfade kommen Wanderer hier auf ihre Kosten.

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