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Zu des Rheins gestreckten Hügeln

Ein Rheingauer Lesebuch
zur Geschichte und Kultur von Walluf bis Lorch
von Klaus-Peter Dietel, hg. von Hans-Ulrich Eichler
216 Seiten
www.leinpfad-verlag.de
ISBN 978-3-937782-57-7
Preis: 14,90 EUR

Was war eigentlich das Rheingauer Weistum? Für welche Rheingauer Gemeinde gibt es als einzige ein genaues Gründungsdatum? Wer war die prominenteste Bürgerin von Erbach? Woran ist das Attentat auf Kaiser Wilhelm I. bei der Einweihung des Niederwald-Denkmals gescheitert ist? Welches ist die bedeutendste Reliquie im Rheingau und wo wird sie aufbewahrt? Wovon wird die Lagenbezeichnung Oestricher Lenchen etymologisch abgeleitet? *
Schon an diesen paar Fragen merkt man, dass sich auch der Rheingau hervorragend für ein regionales Quiz eignen würde
In unserem neuen Buch "Zu des Rheins gestreckten Hügeln". Ein Rheingauer Lesebuch zur Geschichte und Kultur von Walluf bis Lorch beleuchtet eine Fülle von Informationen, unterhaltsam erzählt, den Rheingau früher und heute.
Das erste Kapitel führt in Kultur und Geschichte des Rheingaus ein und beschäftigt sich übergreifend mit Themen, die für alle Gemeinden einen ähnlichen Stellenwert hatten: das Judentum im Rheingau, die Rheinschifffahrt und ihre Geschichte, Rheinromantik und ähnliches mehr.
Ausführlich geht der Autor, Klaus-Peter Dietel, dann in sieben Kapiteln auf Geschichte und Kultur der sieben einzelnen Rheingau-Gemeinden ein. Dabei behandeln die ersten vier Unterabschnitte eines jeden Kapitels vier immer gleiche Themen: Er erzählt etwas zur heutigen Situation der Gemeinde, nennt dazu Zahlen - was häufig zu spannenden Vergleichen führt -, geht auf die Weinbergslagen (Größe, Lage, Besonderheiten) und anschließend auf die Geschichte der jeweiligen Gemeinde ein.
Die weiteren Unterabschnitte schwanken pro Kapitel bei den einzelnen Gemeinden zwischen vier (für Walluf) bis hin zu 16 (für Rüdesheim). Dabei geht es immer um das Besondere der jeweiligen Gemeinde, seien es Bauten, historische Persönlichkeiten oder bezeichnende Geschichtchen. Bei Walluf wird zum Beispiel das Bußkleid der heiligen Elisabeth erwähnt ebenso wie der Kinderkrieg von Oberwalluf und die Tatsache, dass Walluf als Keimzelle des deutschen Flugzeugbaus gelten kann. Bei Eltville sind es die kurfürstliche Burg, Schloss Reinhartshausen und Kloster Eberbach. Bei Kiedrich wiederum u.a. Baronet Sutton und die Kiedricher Chorbuben, bei Oestrich-Winkel der Oestricher Kran, Schloss Vollrads und die Familie Matuschka-Greiffenclau, die Hallgarter Zange und die EBS. Bei Geisenheim die Lehr- und Forschungsanstalt, die Linde, der "Rheingauer Dom", aber auch die Geschichte von der letzten Reise des Grafen Amor Maria von Ostein, bei Rüdesheim das Niederwald-Denkmal, die Weinbrennerei Asbach, Kloster Eibingen und Hildegard von Bingen und den Rüdesheimer Gesangbuchstreit, bei Lorch der Schnitzaltar, der Freistaat Flaschenhals sowie Ritter Johann Hilchen. - Ein kleines Glossar rundet das Buch ab.
Klaus-Peter Dietel gelingt es, mit leichter Hand zu schreiben: "Zu des Rheins gestreckten Hügeln". Ein Rheingauer Lesebuch zur Geschichte und Kultur von Walluf bis Lorch ist ein wunderbar historisches und fundiert geschriebenes Buch, bei dem das Mittelalter ebenso lebendig wird wie die Vorstellung davon, wie es in früheren Zeiten im Rheingau - und anderswo - zugegangen sein kann.
Er vergisst dabei aber auch nicht die neue Zeit, wenn er auf die politischen Probleme der Gemeinden in der jüngsten Vergangenheit eingeht, und beleuchtet immer wieder die Bedeutung des Weinbaus für den Rheingau.
Illustriert wird das Buch mit alten Stichen, von denen die meisten aus der Sammlung des Autors stammen. Im Eingangskapitel entsteht mit den Stichen von Payne aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein Rheingau-Panorama von Walluf bis Lorchhausen.

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