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Das BAN-Festival im 7. Himmel

18.05.2017

"Besser als nix"-Festival verspricht noch mehr junge Musik vom Feinsten und Mitmachaktionen

Geisenheim. (sf) "Im 7. Himmel" will das Team des BAN in diesem Jahr mit seinen Gästen feiern und das passende Programm dazu ist wahrlich "himmlisch". Das Organisationsteam und die 130 ehrenamtlichen Helfer um den 1. Vorsitzenden des Vereines für junge Kultur im Rheingau Dirk Klinner steht hochmotiviert in den Startlöchern und erläuterte im Rahmen einer Pressekonferenz im Bootshaus direkt am Festplatz das beeindruckende Programm der siebten Auflage des "Besser als nix!"-Festivals. Es wird vom 19. bis 21. Mai wieder auf den Rheinwiesen stattfinden und natürlich heißt es wieder "Nix Eintritt". Insgesamt 19 Bands und Solisten vieler Stilrichtungen von Metal über Ska-Punk, Rock und Root-Pop bis hin zu Songwriter-Musik und Chorgesang mit der Geisenheimer Sankt Ursula-Schule, elf DJs und Kleinkunst vom Feinsten werden hier geboten.

Und damit noch lange nicht genug, ebenso bunt wie das Bühnenprogramm ist auch wieder das Rahmenangebot mit fast 60 Verkaufs- und kulinarischen Ständen. Hier sollen noch mehr Mitmachaktionen geboten werden und der Trumpf ist das multikulturelle Miteinander, wie auch die 2. Vorsitzende Sabine Rasim erklärte. Drei Dutzend Organisationen und Initiativen aus mindestens zehn Nationen sind beim "Ban!" in diesem Jahr wieder dabei und das kunterbunte, fröhliche und friedliche multikulturelle Festival verspricht wieder allen etwas, von Jung bis ganz Alt, und soll "eine himmlische Erlebnisreise auf den Geisenheimer Rheinwiesen" werden. Dazu gehören der Wiesbadener Jugendzirkus "Flambolé", eine Seifenblasenshow, der bezaubernde Clown "Herr von Bauch", die afrobrasilianische Trommelgruppe Sambalou oder der neugierige Vogel Enaya Dayeh. Außerdem wird es auch wieder das beliebte "Haartistik-Zelt" geben, das von Anfang unentgeltlich dabei ist, LARP mit mittelalterlichem Kampf ist wieder mit dabei, eine Hüpfburg, Zumba zum Mitmachen und ein Spielparcours und vieles mehr - alles wie immer kostenlos.

Bewährt bleibt es bei der Konstellation der Bühnen: die Hauptbühne steht im Mittelpunkt, das DJ-Zelt ist hinter dem Fliegerdenkmal zu finden. Außerdem wird es eine dritte Bühne im neuen Zelt an der Rheinseite in der Mitte zwischen den beiden anderen Bühnen geben: hier bringt sich das KUZ auf dem Eichberg mit großem Programm ein. "Schon eine ganze Zeitlang kooperieren wir miteinander", erklärte Klinner. Das KUZ präsentiert sich mit einem eigenen Bühnenzelt beim BAN und bietet neben Kleinkunst im Zelt auch wieder eine offene Bühne: hier darf jeder sich präsentieren, der ein Talent hat und schon immer mal vor Publikum auftreten wollte. "Einfach die Gitarre, Trommel oder die Tanzschuhe mitbringen und in der Chill-Lounge des KUZ loslegen", heißt es dann wieder.
Das Programm im Einzelnen stellte Dirk Klinner zusammen mit dem Vorstand vor: "Vielfältig und bunt wird es vom 19. bis 21. Mai zugehen, wenn sich Kreativität und Spielfreude auf den Rheinwiesen in Geisenheim entlädt. Wieder wird sich zeigen, wie viel davon die Ban!-Region zu bieten hat". Sabine Rasim betonte, dass man aus den fast 300 Bewerbungen bundesweit, die sich für einen der rund 19 Plätze im Line-up des Festivals beworben hatten, nur Bands gewählt habe, die wirklich einen Bezug zur Region haben und verschiedene Stile bieten. "Wir wollen ja vor allem auch Bands anbieten, die man beim BAN noch nicht gehört hat, um jedes Jahr etwas Neues zu bieten, doch diesmal gibt es auch ein paar Ausnahmen wie Chris und Taylor, der Singer-Songwriter aus Kiedrich, der jetzt auch auf Deutsch singt. "Es wird sicher auch mal interessant sein, zu sehen, wie so ein junger Musiker sich weiter entwickelt hat. Die DJs auf der Electronic-Stage seien wieder alle Rheingauer. Das Programm ist auf jeden Fall ein guter Mix der Stilrichtungen und Lautstärken, der an den drei Festivaltagen die Leute vor der Hauptbühne begeistern wird. Pop, Rock, Metal, Ska, für jeden wird etwas geboten.

Wie gewohnt startet das Festivalprogramm am Freitag um 18 Uhr. Opener ist die 5köpfige Pop-Punk Formation Mind Blowing aus dem Raum Frankfurt. Weiter geht es deutschsprachig mit "Der Wieland", mit Tönen, die an Tomte und die Wombats erinnern. Der Rest des Abends steht im Zeichen von Rap und HipHop. "Goldfell" eröffnet diese Runde mit Deutsch-Rap und tanzbaren Grooves, die ein alter Bekannter nahtlos übernimmt: "Gäpfillaz" alias CleFx & Co. "beatboxt" das Publikum in die richtige Stimmung für einen Act, den viele Rap Fans der Region feiern werden. "Bosca" ist gerade dabei sich mit dem neuen Album "Cobra 3" einen Namen über die Grenzen des Rhein-Main Gebiets zu machen. Mit deutsch-französischem HipHop von "Passepartout" endet der erste Tag des siebten BAN! auf der Main-Stage am Rhein. Aber: Kein BAN! ohne die Electronic-Stage und die Soundduschen und Klangmassagen der "Besser als nix!-DJs". Gut aufgelegt sind am Freitag Jonathan Schamari, Phil Extery, Marcel Puntheller und Daniel Bibo. Auch hier sind neue Namen dabei, die die Partymeute bis in die Nacht in Bewegung setzen werden.
Wie im letzten Jahr, öffnen sich die Tore zum Festivalgelände am Samstag bereits um 12 Uhr. Zeit, sich die vielen schönen Stände anzuschauen, zu flanieren und beispielsweise einen Blick auf das Zeltprogramm zu werfen. Unter dem Motto KUZ und KLEINkunst zeichnet das KUZ Eichberg für das Programm im Aktionszelt verantwortlich. Von Zumba über die bereits bewährte offene Bühne bis hin zu verschiedenen musikalischen Acts wird ein vielfältiges Programm geboten.
Ab 15 Uhr geht es dann auch auf den Bühnen weiter. Das Line-up der Electro-Stage startet mit Panuma und wartet im Folgenden mit vielen bekannten Namen auf: Kuwalsen, Pascal & Axel, Max König und zu bester Letzt Dillmanski sorgen für einen bewegenden Tag auf der Tanzwiese.
"Scheuch wie Heu" eröffnet schräg, witzig und funky das Programm auf der Main-Stage. Das Darmstädter Akustik-Folk-Trio "The Aesthetic Voyager" bringt eine andere, filigranere Klangfarbe in den Festival-Mix ein. Damit es vielfältig bleibt, wird es mit dem Duo "Grey Fries" deutlich "garagiger". Man darf gespannt sein, wie die Herren zu zweit die Wiese rocken. "Indie Boy entstammen aus der Schmiede der Mannheimer Pop-Akademie. Entsprechend hoch ist der Anspruch an sich selbst und an die Show. Um ca. 20 Uhr wird eine weitere Rhein-Neckar Combo das Volk zum Tanzen bringen: "IZE" hat R&B, Pop und Funk im Gepäck, also das Richtige für einen Samstagabend und der perfekte Start in die Party. "Einsteigen und Ausschweifen", rufen uns die "Blümchenknicker" entgegen und fordern den Hexenkessel vor der Bühne. Und wenn das noch nicht reicht, dann werden "Ease up Ltd." den BAN-Fans mit Rootsreggae den Rest geben.

Der sonnige Sonntag hat wie immer besonders Familien, Kids, und Chillfreudige im Blick. Das bezieht sich einerseits auf das entspannte wie tolle Bühnenprogramm, aber auch auf die vielen Aktionen auf der Wiese, die Samstag und vor allem Sonntag stattfinden. Ob Live-Action-Role-Play mit "Rheingau LARP", Clownerie mit "Herrn Bauch", Zirkus mit "Flambolé" oder Massageworkshops mit "Lucky Things", es gibt wie immer viel zu entdecken. Speziell am Sonntag lädt die Theatergruppe Lampenfieber zum Workshop für Kids. "Großartig ist, dass sich in diesem Jahr die gesammelten Jugendpflegen des Rheingau-Taunus-Kreises zusammengetan haben und sich gemeinsam präsentieren", kommentiert Timo Böhm, verantwortlich für die Stände auf dem Festival, das Engagement der Jugendpflegen, die mit einem Human-Table-Soccer für Spaß sorgen werden. Zum Frühshoppen um 11 Uhr morgens macht die Big Band und der Chor der St. Ursula Schule mit über 50 Akteuren die Bühne voll. Im Anschluss präsentiert das BAN! mit "Sina" sowie Jesse & Valentina die Gewinner aus dem Music Kids Contest 2016 der Waas'schen Fabrik.

Es folgt ein Nachmittag mit einigen alten Bekannten wie "Mabloni" und auch Chris & Taylor waren beim allerersten Festival schon mal zu Gast. Alles hat ein Ende, nur das BAN! hat zwei: auf der Electro-Stage beschließt nach Chris Dormann "KaiClim" das BAN! 2017. Und auf der Main-Stage sorgt der punkige Knusper-Pop der "Thriller Pfeifen" noch mal für Spaß. Ein himmlischer Abschluss für ein weiteres, hoffentlich wieder extrem friedliches, Besser als nix! Festival. "Wir freuen uns wie immer auf Heerscharen begeisterter Menschen, die "unsere" Künstlerinnen und Künstler feiern, auf der Wiese mitmachen und sich drei Festivallage wie auf Wolke 7 fühlen", freut sich Vereinsvorsitzender Dirk Klinner.

"Das Besser als nix! Festival hat sich längst festen Platz im Herzen der Fans regionaler junger Kultur erobert. Die zwei Bühnen rund um das wunderschöne Wiesengelände am Rhein laden junge Kulturschaffende ein, ihre Ideen einer großen Schar von Zuschauern zu präsentieren", so der Vorsitzende Klinner. Und das Festival gelinge nur, weil die Stadt, angefangen von Bürgermeister Frank Kilian bis hin zum Bauhof und Ordnungsamt, ein Dutzend Sponsoren, Organisationen wie Polizei und ASB als Security und 130 ehrenamtliche Helfer das Festival tatkräftig unterstützen, erklärte er. Und alle Helfer, Künstler und das zehnköpfige Organisationsteam des Vereins würden ohne irgendeine Gage arbeiten. Nur so könne man auch kostenlosen Eintritt für alle anbieten. Allerdings finanziere sich das Festival vor allem über den Getränkeverkauf, weshalb die Besucher keine Getränke mitbringen dürften und auch in mitgebrachten Taschen und Rucksäcken nachgesehen wird. "Das Ban! ist ein Festival für alle. Wir nehmen deshalb keinen Eintritt. Die Einnahmen aus den Getränken, die zu fairen Preisen verkauft werden, finanzieren das Spektakel. Wir hoffen, das verstehen alle Besucher", erklärte Dirk Klinner.
Darüber hinaus gibt es beim Festival für alle ab 16 Jahre als Alkoholika nur Bier und Wein, erklärt der Verein die Regeln zur Gewalt- und Alkoholprävention. Die stets perfekte Ordnung und Sicherheit des BAN!- Teams sorgt nicht nur bei Eltern für einen so guten Ruf, dass die sich immer wieder spontan als Sponsoren zur Verfügung stellen, das BAN!-Festival wurde auch schon im zweiten Jahr mit dem Präventionspreis des Rheingau-Taunus-Kreises ausgezeichnet und findet längst auch eine breite Unterstützung im Stadtparlament. "Das friedliche Festival ist eine Bereicherung für Geisenheim und alle Unterstützung wert", loben alle Beteiligten. Deshalb ist die Freude auf ein himmlisch entspanntes und friedliches Feiern bei allen Ban!-Fans auch wieder groß.

Ein Bericht von Sabine Fladung vom 18.05.2017.

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